1
Jan
2019
0
Kulturpalast bei Nacht

Kattowitz und Warschau: Coole Kohlereviere, hohe Häuser und polnische Piroggi

⌚ geschätzte Lesezeit: 20 Minuten

Warschau war nicht mein erster Kontakt mit Polen: Im Jahr zuvor hatte ich bereits Krakau besucht. Ein wirklich schönes Städtchen, wo man allerdings bereits nach am zweiten Tag alles gesehen hat, was man besuchen sollte.

Inhaltsverzeichnis

Planung

Nun stand also die Hauptstadt auf dem Plan. Wizzair hat ein Angebot gemacht, zu dem ich nicht nein sagen konnte: Dank des Wizzair Discount Clubs konnte ich Flugtickets zum Preis von je 9,99 Euro nach Kattowitz kaufen. Ja, richtig gelesen, zunächst wollten wir uns noch für einen Tag Kattowitz anschauen, bevor es mit dem Zug weiter nach Warschau gehen sollte.

Von Warschau aus hatte ich dann Rückflüge zum Preis von je 28,92 Euro mit Ryanair geordert.

Ursprünglich sollte Start und Ende der Reise in Memmingen sein. Wizzair hat die Strecke Memmingen-Kattowitz allerdings einige Wochen vor unserem Trip aus dem Flugplan gestrichen. Es blieben damit zwei Optionen: Das Angebot für eine Verlegung des Hinflugs nach Dortmund annehmen oder das Geld erstatten lassen. Das Geld für den Rückflug mit einer anderen Airline hätten wir somit selbstverständlich nicht erhalten. Da wir uns aber auf Warschau gefreut haben und auch noch nie in Dortmund waren, haben wir das Nützliche mit dem Praktischen verbunden: Ein Städtetrip mit drei Stationen: Dortmund, Kattowitz und eben Warschau.

Hit The Road

Da uns bereits viele Wochen vor der Verlegung informiert hat, hatte ich die Möglichkeit günstige Bahntickets dank Bahncard 25 zum Preis von 18,65 Euro für die Fahrt von Ulm nach Dortmund zu bestellen. Da der Flug sehr zeitig anberaumt war, sind Varya und ich getrennt voneinander – sie wohnt in München – einen Tag zuvor angereist. So sollten wir auch ausreichend Zeit haben, das Wichtigste von Dortmund zu sehen.
Um 14 Uhr kam ich in Dortmund an, wo Varya bereits auf mich wartete.

Reise

Tag 1 – Dortmund

In Dortmund angekommen haben wir gegenüber des Bahnhofs in aller Kürze beim türkischen Imbiss Nur Pastanesi für 3 Euro einen Sesamring und eine Limonade gehabt.

Bahnhof in Dortmund

Bahnhof in Dortmund

Deutsches Fußballmuseum

Die erste Sehenswürdigkeit in Dortmund war das Deutsche Fußballmuseum. Tickets sind online günstiger und so habe ich diese vorab zum Preis von 15 Euro auf der Webseite des deutschen Fußballmuseums bestellt. Da das Museum direkt am Bahnhofsplatz ist und Schließfächer hat, haben wir schnell unser Gepäck eingeschlossen und sind ins Museum gegangen.

Deutsches Fußballmuseum von außen

Deutsches Fußballmuseum von außen

Die Ausstellung startet im obersten Stockwerk mit dem Weltmeistertitel von 1954 – Das Wunder von Bern.

Das Wunder von Bern

Das Wunder von Bern

Über das gesamte Stockwerk ziehen sich die Jahrzehnte und Hintergründe, was in jeder Dekade den deutschen Fußball geprägt hat. Der Sport wird unter verschiedenen Gesichtpunkten beleuchtet. Auf eine Meile werden je Jahr besondere Highlights herausgepickt, die für Gesprächsstoff sorgten oder deren Nachwirkungen auch heute noch zu spüren sind.

Ausstellung im Deutschen Fußballmuseum

Ausstellung im Deutschen Fußballmuseum

Dazu kommen mehrere Videoinstallationen. Die emotionalste hiervon zeigt den Weg zur Weltmeisterschaft 2014.

Videoinstallationen zur Weltmeisterschaft 2014

Videoinstallationen zur Weltmeisterschaft 2014

Nach einem kurzen Videoclip in einem kleinen Kino wechselt man das Stockwerk und tritt in die Schatzkammer. Hier gibt es ein Wiedersehen mit den Replika der bedeutensten Pokalen, die die deutsche Nationalmannschaft erringen konnte.

Einblick in die Schatzkammer

Einblick in die Schatzkammer

Pokal der Weltmeisterschaft 2014

Pokal der Weltmeisterschaft 2014

Im weiteren Verlauf widmet sich das Museum dem – vorrangig nationalen – Vereinsfußball. Auch hier gibt es ein Wiedersehen mit vielen Bundesligamomenten, die man mal mehr mal weniger stark stark präsent hat.

Themenstockwerk Vereinsfußball

Themenstockwerk Vereinsfußball

Man merkt, dass das Deutsche Fußballmuseum erst vor kurzer Zeit eröffnet wurde. Überall gibt es interaktive Stationen, es wirkt modern und jeder Kritiker des „modernen, kommerziellen“ Fußballs würde sicherlich keinen Fuß in das Deutsche Fußballmuseum setzen. Zumal der Eintrittspreis mit mindestens 15 Euro auch nicht gerade günstig ist. Allen anderen bietet sich jedoch ein abwechslungsreiches, höchst unterhaltsames Museum, das den Fußball in seinen vielen Facetten beleuchtet. Man merkt den Angestellten auch ihren Enthusiasmus für den Fußball an – ein sicherlich auch nicht ganz unwichtiger Faktor.

Zukunft Dortmund

Zukunft Dortmund

Nach 3 Stunden mussten wir uns schlussendlich noch beeilen und konnten den Mannschaftsbus der Weltmeistermannschaft von 2014 nur kurz in Augenschein nehmen. Hätte das Haus länger als 18 Uhr offen gehabt, wären wir bestimmt auch länger geblieben.

Check-In im Hostel

So sind wir mit unserem Gepäck zum A&O-Hostel gegangen, das wir für eine Nacht zum Preis von 43,20 Euro ohne Frühstück gebucht hatten. Wer die A&O-Hotels kennt weiß, was in erwartet: Eine eher spartanische Einrichtung, die unseren Ansprüchen jedoch voll und ganz genügt. Wir mussten am Folgetag sowieso sehr zeitig aufstehen, um um 6 Uhr in Richtung des Flughafens aufzubrechen. Das heißt wir waren nur kurz zum Schlafen da und es blieb auch keine Zeit für ein Frühstück.

Dortmunder U

Die Innenstadt Dortmunds bietet leider nicht sonderlich viele Anlaufstellen. Das Dortmunder U war das erste, was wir angesteuert haben. Wäre es nicht in der Tripadvisor-Topliste gewesen, wäre mir das Gebäude wohl nicht speziell ins Auge gefallen.

Dortmunder U

Dortmunder U

In der Nähe vom Dortmunder U

In der Nähe vom Dortmunder U

Fußgängerzone

Die Fußgängerzone war auch unter der Woche um halb 8 gut frequentiert und sehr international: Orientalische Straßenmusik schallt durch die Gassen und die verschiedensten Sprachen dringen einem ans Ohr.

Dortmunder Innenstadt

Dortmunder Innenstadt

Abendessen bei Zum alten Markt

Dortmunder Marktplatz

Dortmunder Marktplatz

Auf der Suche nach einer Möglichkeit zu essen haben wir uns einfach danach gerichtet, welches Lokal am meisten Gäste hat. Mit etwas Glück konnten wir bei Zum Alten Markt gleich zwei Plätze bekommen. Für einen Topf voller Pfefferpotthast – eine Art Gulasch – und ein Dortmunder Bier zahlte ich 13,20 Euro.

Pfefferpotthast

Pfefferpotthast

Da uns in Dortmund nicht mehr sonderlich viel besonders aufgefallen ist entschieden wir uns, die Vernunft siegen zu lassen. Der Wecker sollte am Folgetag um 5 Uhr klingeln und ein wenig Schlaf konnte nicht schaden.

Tag 1 – Kattowitz

Hit The Road nach Kattowitz

Insgesamt haben wir 40 Minute mit U-Bahn und Bus benötigt, um am Dortmunder Flughafen anzukommen. Das Ticket für den Flughafentransfer hat 2,80 Euro gekostet.

Es war eine gute Idee, an diesem für uns neuen Flughafen etwas früher als üblich zu kommen. Der Securitycheck kostete uns so nur 10 Minuten und alleine während dieser Zeit hatte sich die Schlange bereits verdoppelt.

Der Dortmunder Flughafen wird gewiss keinen Schönheitspreis gewinnen, aber die Abfertigung verlief schnell, der Weg zum Flughafen mit dem Fughafenbus war kurz und Start und Landung verliefen wie geplant.

Landung in Kattowitz

Landung in Kattowitz

Dass wir in Kattowitz schnell gelandet sind und auch schnell ins Flughafengebäude kamen versetzte uns andererseits etwas in Eile: Wir hatten 5 Minuten Zeit um am Automaten Zloty abzuheben, das Flughafengebäude zu verlassen, Tickets für je 22 Zloty zu kaufen und noch vor Abfahrt des Transferbusses in die Stadt in diesen einzusteigen. Um keine weiteren 80 Minuten warten zu müssen sind wir gerannt und haben es so locker geschafft, dass der Bus sogar erst 2 Minuten nach dem Einsteigen losfuhr. Die Fahrt dauerte 50 Minuten.

Für 1 Euro erhält man derzeit in etwa 4,30 Zloty.

Check-In im Hotel

Trotz unserer zeitigen Ankunft war unser Zimmer im Apartementy EuroResidence bereits bezugsfertig. Das Zimmer hatte ich wie immer vorab via Booking gebucht und kostete je Nacht eigentlich 53 Euro inklusive Frühstück. Durch einen Promotionlink wird nach der Reise jedoch ein Betrag in Höhe von 250 schwedischen Kronen – das entspricht 23,87 Euro – abgezogen. Jeder von uns zahlte also 14,57 Euro inklusive Frühstück für eine Nacht im Apartementy EuroResidence. Das Hotel – wie auch unser Zimmer – war überraschend groß, hatte tolle hohe Decken und strahlte insgesamt einen Charme längst vergessener Tage aus.
Mit der Erwartung, zumindest eine handvoll Sehenswürdigkeiten in Kattowitz zu sehen, zogen wir los. Wie sehr wir uns doch täuschen sollten…

Śląski Drapacz Chmur

Nur eine Ecke vom Hotel entfernt fanden wir das erste Hochhaus Polens, das nach heutigen Maßstäben allerdings kaum wirklich als Hochhaus durchgehen würde.

Śląski Drapacz Chmur, das erste Hochhaus Polens

Śląski Drapacz Chmur, das erste Hochhaus Polens

Freiheitsplatz

Der Freiheitsplatz scheint gerade bei schönem Wetter ein Anziehpunkt für die Bewohner von Kattowitz zu sein. Nahezu im Sekundentakt kommen und gehen hier Straßenbahnen, Menschen steigen ein und aus und ein paar gönnen sich hier auch eine kleine Pause.

Freiheitsplatz

Freiheitsplatz

Mittagessen bei Pierogarnia na Gliwieckiej

Für eine Pause war es auch bei uns Zeit – eine Mittagspause. Wir kehrten bei Pierogarnia na Gliwieckiej ein. Dort bestellte ich mir 12 Piroggi und eine Limonade für zusammen 30 Zloty. Bei den Piroggen lassen sich übrigens immer Stück einer Sorte mischen. Bei 12 Stück hatte ich also drei verschiedene Sorten superleckerer und unglaublich satt machender Piroggen.

Piroggi bei Pierogarnia na Gliwieckiej

Piroggi bei Pierogarnia na Gliwieckiej

Hätte es mein Hunger zugelassen hätte ich auch gerne noch die süßen Piroggen probiert, die auf der Karte stehen. Aber leider war für die einfach kein Platz mehr.

Pierogarnia na Gliwieckiej

Pierogarnia na Gliwieckiej

Superjednostka

Der nächste Weg führte uns zu einem der größten Häuser Polens. Selbst bei schönstem Sonnenschein, den wir an diesem Tag Mitte September hatten, strahlt dieser Plattenbau graue Tristesse aus. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie dieses Gebäude wohl an einem nebligen, ekeligen Herbsttag wirkt.

Superjednostka

Superjednostka

Denkmal für die schlesische Aufstände

Auf einer kleinen Anhöhe findet man ein Denkmal an diverse schlesische Aufstände von 1919, 1920 und 1921. Die Ästhetik des Monuments verrät jedoch, dass es sich um ein Werk aus alten, kommunistischen Tagen handelt. Dieses Gebilde könnte ohne Probleme genau so in einem Sowjetstaat stehen.

Denkmal für die schlesische Aufstände

Denkmal für die schlesische Aufstände

Rondo

Das bevorzugte Verkehrsmittel in Kattowitz ist ganz offensichtlich die Tram. Nicht nur fährt andauernd eine an einem vorbei. Auch hat man hier eine wirklich ansprechende Straßenbahnhaltestelle hingestellt. Dieser Bau aus Glas und Stahl fügt sich mit seiner Form perfekt an den Bau an, den wir als nächstes ins Auge gefasst haben.

Rondo

Rondo

Haltestelle vor Rondo

Haltestelle vor Rondo

Spodek

Der Veranstaltungsort Spodek sieht aus, als wäre es Außerirdischen gelungen, aus vielen Tonnen Beton ein UFO zu bauen. Bereits in Eindhoven durfte ich eine Veranstaltungshalle in UFO-Form bestaunen, aber Spodek in Kattowitz stellt diese definitiv in den Schatten.

Spodek

Spodek

Międzynarodowe Centrum Kongresowe

Wesentlich leichtgewichtiger wirkt das Kongresszentrum. Mit seiner schwarzen Verkleidung und dem begrünten Dach fügt es sich perfekt in die Landschaft ein und wird eins mit seiner Umgebung. Besonders an diesem sonnigen Tag, den wir hatten, bringt das saftig-leuchtende Grün des Rasens wahre Freude. Und das Beste ist, dass man aufs Dach steigen kann, um die Aussicht auf die vielfältigen Gebäude der Umgebung zu genießen.

Fassade vom Kongresszentrum

Fassade vom Kongresszentrum

Aussichtsplattform des Kongresszentrums

Aussichtsplattform des Kongresszentrums

Konzerthaus

Zum Konzerthaus führt eine moderne Brücke, deren eine Stütze in einen Brunnen mündet. Für eine Stadt mit der Größe von Kattowitz erscheint das Konzerthaus irrwitzig groß und man daraus sicherlich auch ein wenig ablesen, welchen Stellenwert das Konzerthaus im ganzen Land haben muss. Aber auch der Bau selbst weiß schon ohne seine inneren Werte zu überzeugen.

Brücke vom Kongresszentrum zum Konzerthaus

Brücke vom Kongresszentrum zum Konzerthaus

Konzerthaus

Konzerthaus

Wenige Meter weiter befindet sich noch das schlesische Museum. Wir haben uns jedoch dazu entschieden, dieses am Folgetag zu besuchen.

Eis bei Istne Lody Rzemieślnicze

Auf der Suche nach Eis sind wir in der Nähe der Fußgängerzone fündig geworden. Die Eisdiele Istne Lody Rzemieślnicze bietet zwar nur wenige Sorten zur Auswahl, aber die Portionsgrößen haben es dafür in sich. Und wenn man sich nicht ganz sicher ist und ganz nett fragt, bekommt man von den verschiedenen Sorten auch eine Kostprobe. Ich entschied mich schlussendlich für je eine Kugel Schokolade und Waldbeeren und zahlte dafür 7,50 Zloty. Gegessen haben wir das Eis in den Liegestühlen, die direkt vor dem Laden aufgebaut sind.

Eis bei Istne Lody Rzemieślnicze

Eis bei Istne Lody Rzemieślnicze

Kaffee bei 3 Siostry

Um wieder etwas wacher zu werden, tranken wir bei 3 Siostry einen Kaffee für 8 Zloty. Wer es etwas ausgefeilter mag: Es gibt eine Vielzahl an Sorten und Zubereitungsarten, die man bestellen kann.

3 Siostry

3 Siostry

Spazierganz durch Kattowitz

Bis hierhin sahen wir vorrangig die gut besuchte Fußgängerzone und die speziellen Gebäude. Um auch etwas von der polnischen – genauer schlesischen – Seele zu erleben, machten wir einen Spaziergang, der uns bis weit außerhalb der Stadt führen sollte. Hier wechseln sich wunderschöne und sanierte Häuser mit von Kohle verdrecken Fassaden ab. Kattowitz war bis 1998 Abbaugebiet für Steinkohle und zahlreiche Spuren in der ganzen Stadt zeigen, dass das gar nicht mal so lange her ist.

Fußgängerzone von Kattowitz

Fußgängerzone von Kattowitz

Fassade eines Jazzclubs

Fassade eines Jazzclubs

Wenn man den Blick in Kattowitz nach oben lenkt

Wenn man den Blick in Kattowitz nach oben lenkt

Wenn man den Blick in Kattowitz oben lässt

Wenn man den Blick in Kattowitz oben lässt

Ein irrer 3D-Effekt, der uns in der Realität minutenlang in die Irre führte

Ein irrer 3D-Effekt, der uns in der Realität minutenlang in die Irre führte

Galeria Szyb Wilson

Nach über einer Stunde Fußweg kam wir bei der Galerie Szyb Wilson an.

Eingang zur Galeria Szyb Wilson

Eingang zur Galeria Szyb Wilson

Bei freiem Eintritt kommt man hier in den Genuss, in den Räumlichkeiten alter Fabrikgebäude moderne Kunst zu sehen.

Galeria Szyb Wilson

Galeria Szyb Wilson

Da erst im Sommer ein Festival für naive Kunst zu Ende gegangen ist, sieht man nicht nur Werke polnischer, sondern internationaler Künstler.

Platz für noch viel mehr Kunst

Platz für noch viel mehr Kunst

Mit ihrer Lage weit außerhalb der Stadt scheint die Gallerie nur wenige Besucher anzuziehen. So nahm der Securitymann die einzigen beiden Gäste, Varya und mich, unter seine Fittiche und führte uns im ganzen Haus herum. Dass er nur polnisch sprach und wir nahezu nichts davon verstanden hielt ihn nicht davon ab, uns zu jedem Kunstwerk etwas zu erzählen. Eigentlich las er auch nur die Namen der Künstler von den Schildern ab und zeigte auf das Offensichtliche. Aber das tat er auf eine solch herzliche Art, dass man merkte, wie froh er war, endlich mal ein paar Besucher in Empfang nehmen zu dürfen.

Treppe in der Galeria Szyb Wilson

Treppe in der Galeria Szyb Wilson

Trotz des kostenfreien Eintritts gaben wir ihm natürlich ein kleines Trinkgeld, das er zunächst ablehnte. Als er es schlussendlich doch annahm war es ihm noch wichtig, dass er uns ein Poster der letzten Ausstellung schenkt.

Außerdem folgten wir seiner Empfehlung, eine Kirche aufzusuchen – so zumindest unter Verständnis dessen, was er sagte. Kurze Zeit später zeigte sich, dass er sicherlich noch viel mehr meinte, was es zu sehen gibt.

Stadtteil Nikiszowiec

Wir kamen vorbei an Häusern, die so schwarz und heruntergekommen aussahen, dass man kaum annehmen sollte, dass darin noch Menschen leben. Licht und Stimmen aus dem Häuserinneren zeugten jedoch von etwas Anderem.

Stadtteil Nikiszowiec

Stadtteil Nikiszowiec

Irgendwann kamen wir an einen alten Bahnübergang, wo sich ein altes Herrenhaus befindet. Und rings um die alte Kirche, auf die wir zusteuerten waren alte, ziegelrote Arbeiterwohnungen, die im letzten Jahrhundert extra hier gebaut worden sind. Weniger Meter weiter befanden wir uns inmitten eines pittoresken Dorfes, das in dieser Form niemand hier vermutet hätte. Während langsam die blaue Stunde hereinbach kam ich kaum noch hinterher unseren Ausflug in Bildern festzuhalten. Überall boten sich lauter kleine Details, die diesen Ort zu etwas ganz Besonderem machen.

Eine Straße in Stadtteil Nikiszowiec

Eine Straße in Stadtteil Nikiszowiec

Der zentrale Platz im Stadtteil Nikiszowiec

Der zentrale Platz im Stadtteil Nikiszowiec

Wasserturm

Wasserturm

Nikiszowiec in der Abenddämmerung

Nikiszowiec in der Abenddämmerung

Und bald darauf war es ganz dunkel

Und bald darauf war es ganz dunkel

Limonade im Café Byfyj

Im netten, gar nicht mal so kleinen Café Byfyj bestellten wir uns Limonaden für je 12 Zloty tranken diese am Rande eines großen Platzes, wo wir dem allgemeinen Dorftreiben zuschauten.

Café Byfyj

Café Byfyj

Rückfahrt nach Kattowitz

Inzwischen war die Dunkelheit eingebrochen und um den langen Rückweg zu vermeiden, sind wir mit dem Bus der Linie 930 für 4,80 Zloty zurück in die Innenstadt gefahren, wo wir etwa 15 Minuten später ankamen.

Bunter Tunnel

Bunter Tunnel

Rynek bei Nacht

Der Hauptplatz Rynek der Stadt leuchtet am Abend in allen Farben und auch ansonsten ist überall buntes Treiben – die Studierenden scheinen hier auch die Wochentage wie anderswo die Wochenenden zu nutzen.

Kattowitz bei Nacht

Rynek bei Nacht

Abendessen bei Ambasada Sledzia

Das Versprechen polnischer Tapas lockte uns zu Ambasada Sledzia. Dort bestellte ich Sülze mit Schweinefleisch und ein Bier für 13 Zloty. Das Essen sah zwar aus wie Katzenfutter, schmeckte dank der Zitrone aber wie feines Ragout Fin.

Ambasada Sledzia

Ambasada Sledzia

Abendessen bei Ambasada Sledzia

Abendessen bei Ambasada Sledzia

Die Stadt schien noch lange nicht Willens zu sein schlafen zu gehen, aber wir waren es spätestens nach einem ausgiebigen Spaziergang, der uns nochmal zu einigen Orten führte, die wir tagsüber bereits besichtigt hatten.

Spodek bei Nacht

Spodek bei Nacht

Międzynarodowe Centrum Kongresowe und Spodek

Międzynarodowe Centrum Kongresowe und Spodek

Międzynarodowe Centrum Kongresowe

Międzynarodowe Centrum Kongresowe

ehemaliger Förderturm am Muzeum Śląskie

ehemaliger Förderturm am Muzeum Śląskie

Sonnernuntergang auf polnisch

Sonnernuntergang auf polnisch

Tag 3 – Kattowitz und Warschau

Das Frühstück im Hotel ließ keine Wünsche übrig und ermögliche den Start in einen Tag voller Sonnenschein. Und Kattowitz konnte weiter mit vielen tollen Eindrücken überzeugen.

Streetart in der Mariacka Tylna

Beim Eisessen tags zuvor waren wir bereits in der Nähe, aber wegen des ungünstig stehenden Lichts sind wir am frühen Morgen nochmal zurückgekehrt, um die Graffiti in der Mariacka Tylna zu sehen und fotografieren. Kattowitz ist vielleicht kein Streetart-Hotspot, aber wenigen Werke hier sind großflächig und von internationalen Künstlern.

Tunnel zur Mariacka Tylna

Tunnel zur Mariacka Tylna

Doppelte Streetart in der Mariacka Tylna

Doppelte Streetart in der Mariacka Tylna

Streetart in der Mariacka Tylna

Streetart in der Mariacka Tylna

Zugewucherte Streetart in der Mariacka Tylna

Zugewucherte Streetart in der Mariacka Tylna

Rynek bei Tag

Den zentralen Rynek-Platz hatten wir tags zuvor erstmalig bei Nacht und intensiv beleuchtet gesehen. Er wirkt nun nicht mehr so bunt, aber mit den aufgestellten Schaukeln nicht weniger freundlich.

Altes Denkmal und moderne Kontraste

Altes Denkmal und moderne Kontraste

cof

Muzeum Śląskie

Der Außenbereich des schlesischen Museums wirkte bereits einladend. Nun war es Zeit, auch den Innenbereich zu besuchen. Pünktlich zur Öffnung waren wir die ersten Gäste des Tages.

Aussicht vom Förderturm

Aussicht vom Förderturm

Der Eintritt zum schlesischen Museum kostet 24 Zloty und bietet eine ganze Menge fürs Geld. Das erst 2014 an dieser Stelle eröffnete Museum ist modern, vielfältig und erstreckt sich über zwei riesige Stockwerke.

Oberes Stockwerk des Muzeum Śląskie

Oberes Stockwerk des Muzeum Śląskie

Im oberen gibt es schlesische Kunst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, das untere Stockwerk widmet sich vorrangig der Geschichte Schlesiens. Zugegeben: Was zunächst einmal nach einem nüchternen Thema klingt, wird opulent und multimedial präsentiert.

Kattowitz wie es früher mal aussah

Kattowitz wie es früher mal aussah

Zu jedem Apsekt schlesischer Historie wird man in eine Szenerie versetzt, die das Verständnis für die dargestellte Phase schärft.

Die Bergbau Geschichte von Kattowitz

Die Bergbau Geschichte von Kattowitz

Alle Texte des lebendigen Museums sind auf polnisch, englisch und deutsch verfasst.

Ein Beispiel polnischer Planwirtschaft

Ein Beispiel polnischer Planwirtschaft

Neben der Hauptausstellung gibt es in weiteren Häusern noch weitere temporäre Ausstellungen. Wir sahen eine interaktive Ausstellung über Indianer für Kinder und in einer Halle drehte sich alles darum, was einen Mann zum Mann macht. Am abgefahrensten war ein zweiter Eingang zum Untergeschoss des Haupthauses. Hier schlängelt man sich zunächst einmal mehrere hundert Meter über eine Rampe, während es um einen herum immer dunkler wird. Man soll in der bedrückenden Umgebung ein wenig das Gefühl erhalten, das Bergmänner unter Tage hatten. Kattowitz war schließlich ist auch heute noch bekannt für seine Bergwerke und Schwerindustrie, die heute jedoch nicht mehr existiert.

Ein Highlight war am Ende noch die Fahrt hoch auf den Aussichtsturm, von dem wir all die imposanten Bauwerke rings um das Museum noch einmal aus einer anderen Perspektive sehen konnten.

Aussicht vom Förderturm

Aussicht vom Förderturm

Kaffee und Kuchen bei Moodro

Im museumseigenen Café Modro ich mir für 17 Zloty Kaffee und die letzte leckere Panna Cotta. Damit setzten wir uns draußen auf die sonnenerwärmte Terrasse. Das war bitternötig, denn die Klimaanlage des schlesischen Museums war bei der spätsommerlichen Wärme etwas zu intensiv eingestellt.

Kaffee und Kuchen bei Moodro

Kaffee und Kuchen bei Moodro

Hit The Road nach Warschau

Etwas in Eile beeilten wir uns, möglichst rasch zum Hotel zu kommen, unser Gepäck zu schnappen und uns auf zum Bahnhof zu machen. Bald schon war Abfahrt für unseren Zug von Kattowitz nach Warschau. Die Tickets für den Schnellzug mit einer Fahrtdauer von 2:15 Stunden kosteten 49 Zloty. Gekauft hatte ich diese bereits einen Monat vorab auf der Webseite der polnischen Bahn. Auf der Fahrt gab es übrigens wahlweise gratis Wasser oder Kaffee.

Schnellzug der polnischen Bahn

Schnellzug der polnischen Bahn

Złote Tarasy-Kaufhaus

Beim Verlassen des Bahnhofs sahen wir zunächst das Złote Tarasy-Kaufhaus, das mit viel Glas und geschwungendem Stahl sehr modern wirkt.

Złote Tarasy-Kaufhaus

Złote Tarasy-Kaufhaus

Mein zweiter Blick galt allerdings dem Kulturpalast, der hinter der nächsten Ecke auftauchte. Mein Highlight, auf das ich mich für diesen Trip am meisten gefreut habe, hat nicht enttäuscht. Mehr zu diesem majestätischen Gebäude wird noch folgen, denn selbstverständlich haben wir uns dem Hochhaus in den nächsten Tagen noch öfter gewidmet.

Bier bei Kufle i Kapsle

Nach dem Check-In in unserem simplen Fest Hostel, das nicht weiter erwähnenswert ist hatten wir Lust auf ein Bierchen. Auf Empfehlung eines Freundes von Varya trieb es uns zu Kufle i Kapsle. Die Bar bietet eine reichhaltige Auswahl an internationalen Bieren, deren Preise bei 8 Zloty starten.

Kufle i Kapsle

Kufle i Kapsle

Abendessen bei Zapiecek

Zu Abend aßen wir in einem von mehreren Zapiecek-Filialen. Hier gibt es polnische Hausmannskost, die in kürzester Zeit auf dem Tisch steht. Das Haus ist sicherlich kein Geheimtip, aber eine gute Anlaufstelle wenn man viel Hunger hat und möglichst bald essen möchte. Ich bestellte bei Zapiecek Bigos, eine Pfanne mit Sauerkraut, Pilzen und Fleisch, was zusammen mit einer Limonade 30 Zloty kostete.

Abendessen bei Zapiecek

Abendessen bei Zapiecek

Spaziergang an der Weichsel

Während inzwischen Dunkelheit über Warschau einbrach liefen wir zur Weichsel, dem Fluss an dem Warschau gelegen ist.

Streetart in Warschau

Streetart in Warschau

Während Trinken in der Öffentlichkeit in Polen eigentlich verboten ist, wurde hier am Fluss eine Ausnahmezone definiert. Das merkt man auch deutlich: Überall sind Jugendliche mit mitgebrachten Flaschen, es gibt zu dieser späten Zeit des Jahres scheinbar nur noch schlecht besuchte Bars und abgesehen von ein paar beleuchteten Brücken sowie dem Stadion auf der anderen Flussseite wirkt es hier am Abend nicht sehr einladend.

Brücke über die Weichsel

Brücke über die Weichsel

Nationalstadion von Warschau

Nationalstadion von Warschau

So zog es uns dann recht bald auch in Richtung des Hotels, denn für den nächsten Tag hatten wir uns mal wieder einiges vorgenommen.

Tag 4 – Warschau

Das Frühstück in unserem Hostel war simpel, bot aber einen ausreichenden Start in den Tag.

Free Walking Tour

Eine neue Stadt, eine neue Free Walking Tour. Das Pflichtprogramm in jeder Stadt sollte natürlich auch in Warschau den Startschuss geben, die Hintergründe zur Stadt zu erfahren.

Sigismundssäule am Schlossplatz

Treffpunkt der Free Walking Tour Warschau war die Sigismundssäule am Schlossplatz. Wir merkten schnell, dass sich die Touristensaison in Warschau dem Ende zuneigt. Neben Varya und gab es nur drei weitere Teilnehmer.

Sigismundssäule am Schlossplatz

Sigismundssäule am Schlossplatz

Warschauer Königschloss

Nur wenige Meter vom Schlossplatz ging es auf den Innenhof des Schlossplatzes. Verglichen mit den vielen Menschen auf dem Schlossplatz war es hier nahezu menschenleer. Scheinbar ist nur den wenigsten bewusst, dass man den Hof einfach betreten kann.

Warschauer Königschloss

Warschauer Königschloss

Innenhof vom Warschauer Königschloss

Innenhof vom Warschauer Königschloss

Altstadt

Die Altstadt Warschaus bot die Möglichkeit für viele Zwischenstops und zahlreiche Geschichte. Dies ist insofern ungewöhnlich, als dass die Altstadt eigentlich noch sehr jung ist. Nach der nahezu vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt von Warschau bis in die 1980er Jahre neu aufgebaut. In dieser Zeit erhielt der Stadtteil auch das Unesco-Siegel als Weltkulturerbe. Es war das erste Mal, dass die Auszeichnung für eine Kopie ausgestellt wurde.

Warschauer Königschloss

Warschauer Königschloss

Ulica Dawna

Ulica Dawna

Altstadtmarkt

Rund um den Altstadtmarkt finden sich Restaurants, Bistros und Bars und auf seiner Mitte die Statue einer Meerjungfrau. DIese sieht man an vielen Stellen der Stadt, schließlich ist die Warschauer Seejungfer die Symbolgestalt Warschaus. Der Guide der Free Walking Tour klärt selbstverständlich darübe auf, wie es dazu kommt, dass eine Stadt, die nicht am Meer liegt, zu einem solch eigentümlichen Wappen kommt.

Altstadtmarkt

Altstadtmarkt

Stadtmauer

Auf dem Boden des Schlossplatzes war eie rote Linie auf dem Boden eingezeichnet, die den Verlauf der früheren Stadtmauer kennzeichnet. An anderer Stelle sieht man auch noch einen erhaltenen Teil der Stadtmauer, wodurch einem nicht nur gut vor Augen geführt wird, wie klein das Stadtgebiet mal war, sondern auch welchem riesigen Wachstum eine Stadt wie Warschau über die Jahrhunderte unterlag.

Barbakan

Die Barbakane verbindet durch einen schmalen Gang die Altstadt mit der Neustadt. Abgesehen von diesem Tor geschieht der Übergang aber nahezu unbemerkt, da sich die die Ästhetik nur unbedeutend ändert. Auch der folgende Stadtteil sieht prächtig aus.

Barbakan

Barbakan

Geburtshaus von Marie Skłodowska Curie

Das Geburtshaus von Marie Skłodowska Curie ist heute ein Museum, für dessen Besuch uns leider keine Zeit blieb. Zeit für ein wenig biografisch Hintergrund blieb bei der Free Walking Tour selbstverständlich dennoch.

Geburtshaus von Marie Skłodowska Curie

Geburtshaus von Marie Skłodowska Curie

Taras Widokowy

Die Tour hatte zahlreiche kleine Stops an kleineren Orten in der Altstadt, wo es kleine Gesichten zu erzählen gab. Die Tour endete wieder am Schlossplatz und bot die gute Möglichkeit, die neuen Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen. Wunderbar geht dies vom Aussichtsturm direkt am Schlossplatz aus. Der Eintritt zum Taras Widokowy kostet 6 Zloty und bietet einen Ausblick auf genau die Abschnitte, die man während der Free Walking Tour zu sehen bekommen hat.

Taras Widokowy

Taras Widokowy

Ausblick vom Taras Widokowy

Ausblick vom Taras Widokowy

Museum in der Metrostation

Die Metrostation am Schlossplatz aufzusuchen lohnt sich aus zweierlei Gründen: Wie auch an allen anderen Metrostationen in Warschau gibt es hier kostenfreie Toiletten. Außerdem steht im Untergeschoss die alte Steuereinheit der Rolltreppe, die in der Sowjetunion hergestellt wurde.

Steuereinheit einer alten Rolltreppe

Steuereinheit einer alten Rolltreppe

Baumstriezel bei Kolacze Węgierskie

Am Marktplatz hatte uns zuvor bereits ein Laden ganz besonders angemacht, zu dem wir unbedingt zurückkehren mussten. Bei Kolacze Węgierskie gibt es Baumstriezel für 11 Zloty. Diese werden frisch zubereitet und dem Gast nach wenigen Minuten heiß überreicht.

Baumstriezel bei Kolacze Węgierskie

Baumstriezel bei Kolacze Węgierskie

Denkmal des Warschauer Aufstands

Das großflächige Denkmal des Warschauer Aufstands vor dem Gebäude des Obersten Gerichts erinnert an an die Kämpfer des Warschauer Aufstandes von 1944.

Denkmal des Warschauer Aufstands

Denkmal des Warschauer Aufstands

Krasiński-Palast

Von hier aus ist es dann nur ein Katzensprung zum Krasiński-Palast bzw. dem zugehörigen Krasiński-Park. Von der Parkseite aus hat man auch die Möglichkeit, die ganze Pracht des Palasts zu genießen, ohne vom Verkehr oder den vielen Menschen gestört zu werden.

Krasiński-Palast

Krasiński-Palast

Ghetto-Monument

Das Ghetto-Monument werden die meisten sicherlich mit dem berühmten Kniefall Willy Brandts in Verbindung bringen. Es ist ein eindrücklicher Moment, selbst an diesem Ort zu stehen, den man auf der berühmten Aufnahme des damaligen Bundeskanzlers bereits dutzende von Malen gesehen hat.

Ghetto-Monument

Ghetto-Monument

Museum der Geschichte der polnischen Juden

Das Museum der Geschichte der polnischen Juden kostet 30 Zloty Eintritt pro Person und der Eintritt ist allein schon wert, um Architekturinteressierten Zugang zum Gebäude zu ermöglichen.

Museum der Geschichte der polnischen Juden

Museum der Geschichte der polnischen Juden

Wir haben die Möglichkeit genutzt, das Museumscafé aufzusuchen. Für 28 Zloty gibt es im Museumscafé Kaffee, einen Cookie und eine hausgemacht Limonade. Genau die richtige Stärkung, um den Besuch eines riesigen Museums zu starten.

Der Innenraum erinnert an eine Felskluft und soll das das von Moses geteilte Meer erinnern und das ist echt beeindruckend gelungen.

Eingangsbereich zum Museum der Geschichte der polnischen Juden

Eingangsbereich zum Museum der Geschichte der polnischen Juden

Ebenso beeindruckend ist die Größe und Vielfältigkeit der Dauerausstellung. Wenn man sich mit jedem Detail der Ausstellung intensiv auseinandersetzt würde eine ganze Woche vermutlich nicht ausreichen, das Museum zu durchqueren. Es gibt eine Unmenge an Illustrationen und multimedialen Inhalten und lauter kleine Episoden, die das Leben jüdischer Polen über die Jahrhunderte prägte. Dabei ging in meinen Augen allerdings der rote Faden verloren. Abgesehen von einer chronologischen Anordnung sehe ich kein Muster, das die Ausstellungsteile verbindet. In Verbindung mit der Vielzahl an Texten war ich irgendwann echt überfordert. Ich habe dann nur noch die opulent inszenierte Ausstellung genossen, ohne mich intensiver mit ihren Inhalten auseinander zu setzen.

Gedreht hat sich der Eindruck, als die Ausstellung das 20. Jahrhundert zeigt. Das Farbenfrohe und Bunte kehrt sich in ein eine triste Dunkelheit. Die Hinführung zum Holocaust stellt hier wortwürtlich den düstersten Teil dar.

Das Museum ist in vielerlei Dimensionen eindrücklich, aber für mich an vielen Stellen zu detailiert. Ich hätte mir je Themenfeld eine Zusammenfassung gewünscht, die ich bei Interesse hätte vertiefen können.

Zapiekanka bei Zapiekanka XXL

Den polnischen Fastfood-Snack Zapiekanka hatte ich bereits in Krakau kennen und lieben gelernt. Das aufgeschnittene Weißbrot wird auf Bestellung frisch belegt, erhitzt und serviert. Für wenig Geld bekommt man etwas wahnsinnig leckeres, das auch satt macht. Zumindest, wenn man sich für die Variante mit 50 Zentimeter Länge entscheidet. Die lange Variante des Zapiekanka kostet hier inklusive eines Getränks 15 Zloty.

Zapiekanka bei Zapiekanka XXL

Zapiekanka bei Zapiekanka XXL

Königsweg

Nach diesem reichhaltigen Mahl, das nur wenige Minuten überlebte war es Zeit für einen kleinen Spaziergang. Dort wo wir waren bot es sich selbstverständlich an, den Königsweg abzulaufen. In der Karte zu diesem Artikel ist diese nummeriert in einem separaten Layer aufgeführt, damit man sie Station für Station ablaufen kann.

Warschauer Königsschloss

Warschauer Königsschloss

Warschauer Königsschloss

St.-Anna-Kirche

St.-Anna-Kirche

St.-Anna-Kirche

Prażmowski-Palais

Prażmowski-Palais

Prażmowski-Palais

Adam Mickiewicz-Denkmal

Józef-Poniatowski-Denkmal

Józef-Poniatowski-Denkmal

Karmeliterkirche

Karmeliterkirche

Karmeliterkirche

Präsidentenpalast

Präsidentenpalast

Präsidentenpalast

Józef-Poniatowski-Denkmal

Józef-Poniatowski-Denkmal

Józef-Poniatowski-Denkmal

Hotel Bristol

Hotel Bristol

Hotel Bristol

Visitantinnen-Kirche

Visitantinnen-Kirche

Visitantinnen-Kirche

Tyszkiewicz-Palast

Tyszkiewicz-Palast

Tyszkiewicz-Palast

Uruski-Palast

Uruski-Palast

Uruski-Palast

Universität Warschau

Universität Warschau

Universität Warschau

Czapski-Palast

Czapski-Palast

Czapski-Palast

Heilig-Kreuz-Kirche

Heilig-Kreuz-Kirche

Heilig-Kreuz-Kirche

Staszic-Palast

Staszic-Palast

Staszic-Palast

Kossakowski-Palast und künstliche Palme

Kossakowski-Palast und künstliche Palme

Kossakowski-Palast und künstliche Palme

Platz der drei Kreuze

Platz der drei Kreuze

Platz der drei Kreuze

Alexanderkirche

Alexanderkirche

Alexanderkirche

Grab des unbekannten Soldaten

Zwischendurch waren wir auf Höhe vom Grab des unbekannten Soldaten. Es bietet sich an, hier zur vollen Stunde herzukommen. Zu diesem Zeitpunkt findet nämlich der Wachwechsel an der ewigen Flamme statt.

Grab des unbekannten Soldaten

Grab des unbekannten Soldaten

Wachwechsel am Grab des unbekannten Soldaten

Wachwechsel am Grab des unbekannten Soldaten

Drinks in der Marriot-Skybar

Ein ganzes Stück entlang der Marszałkowska näherten wir uns der Skybar im obersten Stockwerk des Marriot-Hotels während recht rasch der Abend hereinbrach. Die Preise für Cocktails sind nach polnischen Standards gesalzen. Ein Cocktail in der Skybar des Marriot-Hotels kostet 40 Zloty. Dafür erhält man aber auch mehr als nur einen Drink. Man erhält Ausblick auf das sicherlich faszinierendste Gebäude der Stadt: Den Kulturpalast. Leider bieten auch die besten Fensterplätze keinen direkten Ausblick, sondern man muss immer etwas um die Ecke schauen. Auch sind Fotos bei Nacht wegen Spiegelungen in der Scheibe nur schwer möglich.

Blick auf den Kulturpalast von der Marriot-Skybar

Blick auf den Kulturpalast von der Marriot-Skybar

Ich habe den Besuch nicht bereut, jedoch empfehle ich den Besuch nur denen, die ebenso große Anhänger der Architektur vom Kulturpalast sind oder Warschau von einem anderen Winkel als dem Kulturpalast von oben erleben wollen.

Tag 5 – Warschau

Nach dem Frühstück wollten wir mal den anderen Teil der Stadt auf der östlichen Seite der Weichsel widmen. Ein Teil, von dem wir bereits zuvor wussten, dass er weniger mit Herrlichkeit glänzt, als viel mehr einen rauen und derben Charme hat.

Praga Walking Tour

Um zu Fuß zum Startpunkt zu kommen sollte man ein wenig Zeit einplanen. Die Weichsel und die sie überspannende Brücke sind weiter als es zunächst wirkt.

Blick über die Weichsel

Blick über die Weichsel

St. Florian Kirche

Die Tour beginnt an der St. Florian Kirche. Der Stadtteil auf der anderen Seite der Weichsel trägt den Namen Praga und wer sich dabei an die tschechische Hauptstadt erinnert fühlt, wird auf der Free Walking Tour durch dieses Viertel erfahren, woher diese Ähnlichkeit rührt.

St. Florian Kirche

St. Florian Kirche

Zoologischer Garten

Gleich auf der anderen Straßenseite ist der Zoo. Diesem vorgelagert ist eine karge Betonwüste, in der alte Bären leben. Diese haben sich nicht gezeigt, was diesen tristen Ort etwas erträglicher machte. Die Stadt weiß aber um die Misere und hat beschlossen, nachdem die Bären verstorben sind keine neuen anzuschaffen.

Zoologischer Garten

Zoologischer Garten

Metropolitenkirche der St. Maria Magdalena

Auch wenn Polen größtenteils katholisch ist, gibt es in Warschau mit der St. Maria Magdalena eine orthodoxe Kirche.

Metropolitenkirche der St. Maria Magdalena

Metropolitenkirche der St. Maria Magdalena

Praga

Der Stadtteil Praga ist an keiner Stelle so schön anzuschauen wie die meisten Teile auf der anderen Seite von der Weichsel. Die Anwohner sagen dennoch, dass dies den eigentlichen Charakter Warschaus zeigt, so wie er vor dem Krieg war. Gründe dafür lieferte unser Guide zu Haus an den verschiedenste Stationen.

Praga

Praga

Streetart

Praga ist nicht schön und hat auch keine geschichtlich herausragenden Orte zu bieten. An der Tour teilzunehmen lohnt sich dennoch, denn sie führt einen zu zahlreichen Orten mit großflächer Streetart.

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Mittagessen bei Kuchnia Czerwony Rower

Auf Empfehlung unseres Guides sind wir nach der Tour zu Kuchnia Czerwony Rower gegangen. Dies ist eine kleine Kantine, die sich in einem Hinterhof versteckt. Das Besondere ist, dass bei diesem sozialen Projekt Menschen eine Arbeit geboten wird, die sonst nur wenig Chancen am Arbeitsmarkt haben. Die Auswahl an Gerichten beschränkt sich täglich auf zwei. Dafür sind die Preise extrem günstig und wir konnten für nur 9 Zloty bei Kuchnia Czerwony Rower ein zweigängiges Menü mit Tomatensuppe und Milchreis erhalten.

Kuchnia Czerwony Rower

Kuchnia Czerwony Rower

Mittagessen bei Kuchnia Czerwony Rower

Mittagessen bei Kuchnia Czerwony Rower

Universitätsbibliothek

Nach dem Essen ging es zurück in den Hauptteil von Warschau. Genauer gesagt zog es uns zur Universitätsbibliothek. Von der Weichsel aus kommend sieht man bereits die Aussichtsplattform auf dem Dach, muss aber zunächst ums Gebäude herum gehen. In die Bibliothek selbst muss man nicht hineingehen, denn der Aufgang zur ein Hektar großen Dachterrasse mit Ausblick über die Stadt befindet sich außerhalb des Gebäudes. Die Aussicht von hier ist zwar schön, aber noch schöner fand ich die Terrasse und ihre einzelnen Segmente selbst.

Aussichtsplattform der Universitätsbibliothek

Aussichtsplattform der Universitätsbibliothek

Dachterrasse der Universitätsbibliothek

Dachterrasse der Universitätsbibliothek

Aussicht von der Universitätsbibliothek

Aussicht von der Universitätsbibliothek

Führung durch den Kulturpalast

Stündlich finden im Kulturpalast Führungen statt und nur die wenigsten scheinen das zu wissen.

Kulturpalast

Kulturpalast

Eingangsbereich des Kulturpalasts

Eingangsbereich des Kulturpalasts

Wenn man das Gebäude von Seiten der Marszalkowska betritt sieht man auf der rechten Treppe eine lange Schlange, die für Tickets zur Aussichtsplattform ansteht. Der Schalter hierfür ist links der Treppe. Wenn man sich oben an der Treppe jedoch nach rechts wendet ist dort ein weiterer Schalter, an dem man Tickets für die Palastführung kaufen kann.

Schlange zur Aussichtsplattform des Kulturpalasts

Schlange zur Aussichtsplattform des Kulturpalasts

Die Plattform alleine zu besuchen kostet 20 Zloty, die 45-minütige Führung inklusive Besuch der Aussichtsplattform kostet mit 30 Zloty nur wenig mehr. Und die Führung ist trotz des nur minimalen Aufpreises erstklassig – zumal wir eine Exklusivführung erhielten. Während am linken Schalter Besucher in einer langen Schlange standen, waren wir für den Stundenslot um 15 Uhr die einzigen beiden Teilnehmer. Man sieht während der Führung zwar nur eine Handvoll der insgesamt 3.000 Räume, doch der Informationsgehalt der Tour ist wahnsinn. Wir hatten irres Glück mit einem Guide, der den Kulturpalast und seine Geschichte offensichtlich wie kaum ein zweiter kennt.

Inception-Moment - Bild des Kulturpalasts an der Decke des Kulturpalasts

Inception-Moment – Bild des Kulturpalasts an der Decke des Kulturpalasts

Zum Ende der Tour wurden wir sogar noch an der Schlange vorbei direkt zu den Aufzügen geführt – die Teilnahme an der Tour hat sich also gleich doppelt gelohnt und sollte keinesfalls verpasst werden.

Aussichtsplattform vom Kulturpalast

Die Aussicht vom Kulturpalast ist grandios und wir konnten viele Orte wiedererkennen,die wir zuvor bereits vom Boden aus erkundet haben.

Blick aufs Marriot-Hotel, von dessen Skybar man den Kulturpalast sehen kann

Blick aufs Marriot-Hotel, von dessen Skybar man den Kulturpalast sehen kann

Es gibt hier im 29. Stockwerk außerdem ein Café, dessen Plätze allerdings leider keinen direkt Ausblick über die Stadt bieten. Wir nutzten dennoch die Chance und gönnten uns den kleinen Luxus mit Kaffee und Kuchen im Café des Kulturpalasts für 24,40 Zloty. Ein kleiner Kaffee sollte den meisten hier übrigens reichen – ich habe meinen „kleinen“ Becher mit 300 Mililiter zumindest nicht geschafft auszutrinken.

Überrest der Ghettomauer

Vor dem Kulturpalast ist auf dem Boden der Verlauf der Mauer des Warschauer Ghettos nachgebildet.

Verlauf der Ghettomauer

Verlauf der Ghettomauer

Ein Stück echter Ghettomauer findet man an der Adresse Sienna 55 auf einem Hinterhof. Man hat dort zwar keinen direkten Zugang, kann das Stück jedoch durch den Zaun hindurch erspähen.

Überrest der Ghettomauer

Überrest der Ghettomauer

Spaziergang durch Warschau

Nun stand uns noch ein längerer Weg bevor, auf dem wir Warschau auch abseits der üblichen Wege erkunden konnten und noch eine Reihe überraschend schöner Orte finden konnten.

Warschau abseits der Touristenpfade

Warschau abseits der Touristenpfade

Warschau in der Abendsonne

Warschau in der Abendsonne

Łazienki-Park

Unser Spaziergang führte uns zum Łazienki-Park, dem größten Park Warschaus. Man findet hier mehrere kleine und große Paläste bzw. deren Ausläufer und eine Orangerie.

Łazienki-Palast

Łazienki-Palast

Weißes Haus im Łazienki-Park

Weißes Haus im Łazienki-Park

Den größten Besucheransturm dürfte der Park immer sonntags kurz vor 12 und 16 Uhr erleben. Dann startet nämlich ein kostenfreies Konzert mit der Musik von Frédéric Chopin, der in Warschau aufwuchs und dem die Stadt hier ein großes Denkmal gesetzt hat.

Denkmal für Frédéric Chopin

Denkmal für Frédéric Chopin

Abendessen bei Barn Burger

Es galt noch eine Tradition zu erfüllen: Eine neue Stadt heißt ein neuer lokaler Burger. Der Weg führte uns wieder zurück in die Stadt nahe des Kulturpalasts. Wir sind einfach der Tripadvisor-Empfehlung für Barn Burger gefolgt und das war kein Fehler. Touristen fanden wir vor Ort keine und mit etwas Glück erhielten wir auch ohne Reservierung zwei Plätze. Die Burger muss man im Erdgeschoss bestellen und bezahlen, werden aber an den Platz geliefert. Auf der Karte mit zahlreichen Variationen versteckt sich auch eine vegetarische Variante, bei deren Bestellung die Bedienung etwas irritiert schien. Als ich sie darauf aufmerksam machte, dass der für meine Freundin sei schien sie beruhigt zu sein. Zum Burger nahm ich bei Barn Burger auch eine Flasche aus der reichhaltigen Auswahl an Craftbiersorten für was ich insgesamt dann 35 Zloty zahlte.

Barn Burger

Barn Burger

Der Burger war vielleicht nicht der allerbeste, den ich je hatte, war aber defintiv überdurchschnittlich und dürfte in Sachen Größe ungeschlagen sein. Nach dem Essen ging es mir nicht mehr ganz so gut. Ich hatte zwar riesigen Hunger, aber die Portion war noch größer. Ich fühlte mich elend, aber ich bereue nichts!

Abendessen bei Barn Burger

Abendessen bei Barn Burger

Dennoch führte uns der nächste Weg direkt zum Hostel – ich trat den Heimweg des letzten unserer knapp 30 Kilometer an diesem Tag eher rollend als laufend an.

Tag 6 – Rückflug

Zum Frühstück erschienen wir etwas früher als es offiziell los ging, da wir auch zeitig starten mussten. Das war aber kein Problem – unser Gastgeber hatte bereits alles fertig.

Transfer zum Flughafen

Tickets für die Fahrt zum Flughafen Modlin hatte ich unter modlinbus.com bereits zu Hause zum Preis von 35,50 Zloty gekauft. Auf drei Dinge sollte man achten: Ich habe 2 Zloty mehr gezahlt für Flextickets. Da in der Zeit unsere Reise häufiger mal Streiks bei Ryanair waren wollte ich sicher sein, die Tickets bei Bedarf auf eine andere Zeit umtauschen zu können. Da es in Warschau zwei Flughäfen gibt sollte man prüfen, welchen man benötigt. Ryanair fliegt ab Modlin, die Busgesellschaft fährt aber auch den Chopin-Flughafen Warschau an. Zuletzt noch das Wichtigste: Der Bus fährt am Kulturpalast vor der Kinoteka ab. Die Fahrt dauert offiziell 55 Minuten, verlief für uns aber etwas schneller.

Rückflug nach Memmingen

Auch wenn ich zuletzt nicht die besten Erfahrungen mit Ryanair gemacht habe: Wenn Ryanair fliegt, dann gibt es an der Pünktlichkeit echt nichts zu meckern. Der Flieger setzte sich pünktlich in Bewegung und die Landung war nahezu auf die Minute genau wie angekündigt.

Wie schon nach der Landung in Kattowitz wenige Tage zuvor hatte ich nur wenige Minuten Zeit um den Transferbus vor dem Flughafengebäude zu erwischen. Doch die 5 Minuten haben ausgereicht, um für insgesamt 12,50 Euro zurück nach Ulm fahren zu können.

Fazit

Warschau hat sehr genau meine Erwartung erfüllt: Der Kulturpalast war – wie ich schon voraussah – das absolute Highlight. Endlich ein solches Gebäude betreten zu können und nicht wie so oft in anderen Städten von außen zu bestaunen war irre für mich. Aber auch beim Rest wusste Warschau nicht mit seinen Reizen zu geizen: Eine tolle Altstadt und Sehenswürdigkeiten alle paar Meter. Neben dem Kulturpalast wird mir von diesem Trip aber ganz besonders Kattowitz in Erinnerung bleiben: Ich kam ohne Erwartung und war baff, was es alles zu sehen gibt. Ich bin sehr froh, dass unser Hauptstadttrip um diese Stadt erweitert wurde.

Abrechnung

Nachdem meine letzten Trips nach St. Petersburg und Amsterdam bei der Abrechnung nicht beispielhaft genutzt werden können, da wir ohne Kosten privat untergekommen sind, kann die Rechnung für Kattowitz und Warschau wieder als bessere Orientierung genutzt werden. Der Trip nach Kattowitz und Warschau hat inklusive eines Halbtagesaufenthalts in Dortmund pro Person 222,67 Euro gekostet. Bei einer sechstägigen Reise macht das etwa sensationelle 40 Euro am Tag inklusive Übernachtung, Verpflegung und Museen. Wie immer sind aus der Kalkulation Trinkgelder und Snacks ausgenommen und die gemeinsamen Kosten für die Übernachtung sind geteilt. Vor allem bei erstem sollte man nicht sparen. Noch weniger, wenn man für so wenig Geld eine solch abwechslungsreiche Reise antreten kann.

241,32 €
Bahnfahrt nach Dortmund18,65 €
Mittagessen bei Nur Pastanesi3,00 €
Übernachtung im A&O-Hostel21,60 €
Abendessen bei Zum alten Markt13,20 €
Fahrt zum Flughafen Dortmund2,80 €
Flug von Dortmund nach Kattowitz9,99 €
Busfahrt vom Flughafen Kattowitz nach Kattowitz22,00 PLN (5,12 €)
Übernachtung im Apartementy EuroResidence14,57 €
Mittagessen bei Pierogarnia na Gliwieckiej30,00 PLN (6,98 €)
Eis bei Istne Lody Rzemieślnicze7,50 PLN (1,74 €)
Kaffee bei 3 Siostry8,00 PLN (1,86 €)
Eintritt für Galeria Szyb Wilson0,00 PLN (0,00 €)
Limonade im Café Byfyj12,00 PLN (2,79 €)
Busfahrt von Nikiszowiec nach Kattowitz4,80 PLN (1,12 €)
Abendessen bei Ambasada Sledzia13,00 PLN (3,02 €)
Eintritt fürs Muzeum Śląskie24,00 PLN (5,58 €)
Kaffee und Kuchen bei Moodro17,00 PLN (3,95 €)
Bahnfahrt von Kattowitz nach Warschau49,00 PLN (11,40 €)
Bier bei Kufle i Kapsle15,00 PLN (3,49 €)
Abendessen bei Zapiecek30,00 PLN (6,98 €)
Free Walking Tour0,00 PLN (0,00 €)
Eintritt zum Taras Widokowy6,00 PLN (1,40 €)
Eintritt fürs Museum der Geschichte der polnischen Juden30,00 PLN (6,98 €)
Snackpause im Museumscafé28,00 PLN (6,51 €)
Zapiekanka bei Zapiekanka XXL15,00 PLN (3,49 €)
Cocktail in der Skybar des Marriot-Hotels40,00 PLN (9,30 €)
Praga Walking Tour0,00 PLN (0,00 €)
Mittagessen bei Kuchnia Czerwony Rower9,00 PLN (2,09 €)
Führung durch den Kulturpalast30,00 PLN (6,98 €)
Kaffee und Kuchen im Kulturpalast24,40 PLN (5,67 €)
Abendessen bei Barn Burger38,00 PLN (8,84 €)
Flug von Warschau nach Memmingen28,92 €
Busfahrt vom Airport Memmingen zum Bahnhof3,00 €
Bahnfahrt von Memmingen nach Ulm9,50 €

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