13
Mai
2018
0
Treppe im Kalemegdan-Park

Belgrad: Elektrisierende Erlebnisse, viele Kilometer und etwas Kunst

⌚ geschätzte Lesezeit: 16 Minuten

Der zweite Auslandstrip im Jahr 2018 führte mal wieder in eine östliche Richtung Europas: Die serbische Hauptstadt Belgrad am Übergang zwischen Mittel- und Südosteuropa. Auf den Balkan führten uns inzwischen schon zahlreiche Trips und eigentlich stand Belgrad schon wesentlich länger auf unserer Liste ganz weit oben, aber erst an diesem verlängerten Wochenende haben wir zwei ganz besonders günstige Flüge gefunden, die auch gut in den Kalender gepasst haben.

Planung

Ursprünglich hatten wir geplant, Belgrad über Ostern einen Besuch abzustatten. Die Flugpreise lagen in dieser Zeit aber deutlich höher, sodass wir innerhalb Deutschlands blieben und nach Jena, Weimar und Erfurt gefahren sind. Anfang Mai fand ich jedoch günstige Flüge übers Wochenende. Mit dem Wizzair Discount Club-Rabatt zahlten wir pro Person 76,48 Euro für den den Flug von Memmingen nach Belgrad und wieder zurück. Der Trip startete Freitag und Montag ging es wieder zurück. Es mussten also noch zwei Urlaubstage investiert werden und wir hatten damit eine Aufenthaltsdauer von zwei kompletten Tagen.

Das Hotel buchten wir via Booking. Mit seiner zentralen Lage und seinen guten Bewertungen überzeugte uns das Bed & Breakfast Garden40. Drei Nächte inklusive Frühstück sowie Kurtaxe sollten hier 121,75 Euro kosten.

Auf den Belgrad-Trip habe ich mich vorab natürlich mal wieder sehr gut vorbereitet und eine lange Liste an Sehenswürdigkeiten ins digitale Gepäck gepackt. Hilfreich war dabei vor allem die Belgrad-Karte von Use-It. Wie immer finden sich in dieser dutzende von Insidertipps von Einheimischen. Beim Erstellen meiner eigenen Karte hat sich schon gezeigt, dass ich sehr viel Hunger mit nach Belgrad nehmen muss, denn viele der Tipps waren kulinarischer Natur.

Alle Orte, die in meinem Reisebericht erwähnt werden sind in der Karte grün markiert. Alle anderen Orte sind blau.

Hit the road

Der Tag startete mit einer positiven Überraschung: Neben einem Ticket für 16,50 Euro für die Fahrt zum Airport Memmingen spuckte der Fahrkartenautomat auch noch einen 10 Euro-Gutschein für die nächste Fahrt aus. Die nächste Überraschung hingegen fiel negativ aus: Wizzair hat eine SMS gesendet, dass der Abflug um eine Stunde verspäter startet, also um 14:10 Uhr. Dem kann man aber auch etwas Positives entnehmen: Ich kann mich nicht erinnern, eine solche Nachricht bei Verspätungen in der Vergangenheit mal erhalten zu haben, da der SMS-Service eigentlich Extrakosten verursacht, die ich selbstverständlich nie hinzubuche.

Die Passabfertigung in Belgrad verlief schnell und problemlos und obwohl der Shuttlebus direkt vor dem Gebäude sich bereits in Bewegung versetzt hat, ließ uns der Fahrer noch einsteigen. Tickets kann man an Bord für 300 Dinar kaufen. Zum Glück hatten wir bereits den ersten Geldautomaten genutzt, um ein paar Dinar abzuheben. Für einen Euro enthält man in etwa 120 Dinar.

Bedingt durch die Verspätung beim Flug sind wir mitten in den Feierabendverkehr gekommen, der in Belgrad an einem Freitag wirklich Fahrzeugschwemmen mit sich bringt. Die Strecke hielt sich in Grenzen, aber sie zurückzulegen dauerte über eine Stunde.

An der Endhaltestelle – dem Hauptbahnhof – sind wir ausgestiegen und unser Hotel, das Garden 40, war zum Glück keine 10 Minuten Fußweg von hier entfernt. Dort haben wir schnell unsere Sachen abgelegt und sind umgehend nach draußen. Angenehme 25 Grad Celsius bei einem wolkenfreien Himmel versprachen herrliche Bedingungen.

Reise

Tag 1

Festung von Belgrad

Kalemegdan-Park

Unser erster Weg führte uns in Richtung der Festung – quasi die Hauptattraktion der Stadt. Vor Ort sah man auch warum: Die Anlage ist riesengroß. Würde man es darauf anlegen, alle Wege hier zu erkunden hätte man sicherlich einige Stunden zu tun. Wir haben uns deshalb auf die Hauptwege beschränkt, die uns auch schon zu vielen Orten führten: Es gab eine Dinosaurierausstellung, eine kleine Open Air Ausstellung mit militärischem Gerät, Boulderer an den alten Mauern, gastronomische Betriebe und einen herrlichen Blick über den Zusammenfluss von Donau und Sava. Ein Tipp: Kommt in den Abendstunden hierher, bringt euch Bier und etwas zu knabbern mit und genießt diese herrliche Aussicht. Und das beste für alle Budgetreisenden kommt jetzt noch: Die Festung kann Tag und Nacht kostenfrei betreten werden. Nicht nur, aber auch der kostenlose Eintritt in die Festung Belgrad hat dafür gesorgt, dass wir auf unserem Trip noch mehrfach zurückkehren sollten.

Festung von Belgrad

Aussicht von der Festung von Belgrad

Rosenkirche

Etwas abseits der Wege findet man zwei orthodoxe Kirchen. In Insiderkreisen bekannter von beiden dürfte die Rosenkirche sein.

Rosenkirche

Rosenkirche

Wer den Blick Richtung Decke lenkt, dem fällt gewiss eine Besonderheit ins Auge: Von der Decke hängen zwei martialische Kronleuchter, die mit Säbeln und hunderten von Patronenhülsen verziert sind. Im Atlas Obscura kann man nachlesen, dass die Kirche dort steht, wo vor 100 Jahren ein Schießpulverreservoir war. Gefertigt wurden die Kronleuchter während des ersten Weltkriegs von Soldaten mit den Materialien, die ihnen zur Verfügung standen.

Kronleuchter in Rosenkirche

Kronleuchter in Rosenkirche

Abendessen bei Prolecé

Nachdem wir eine ganze Weile übers Areal der Festung gestromert sind kam Hunger auf. Wir haben das Prolecé angesteuert. Dort gab es einfache, serbische Küche, die satt gemacht hat. Für 1280 Dinar gab es reichlich zu essen, ein lokales Bier und einen bemühten Kellner. Kein Highlight, aber einen Besuch wert, wenn man sowieso gerade mit Hunger in der Gegend ist.

Abendessen bei Prolecé

Abendessen bei Prolecé

Skadarlija

Uns trieb es nun weiter ins Viertel Skadarlija. Hier ging es ganz schön ab. Jung und alt sitzen stehen dicht an dicht gedrängt. Alle trinken, rauchen und lachen und man sieht ihnen an, dass sie eine gute Zeit hier verbringen. Hervorstechend im Viertel Skadarlija ist insbesondere, dass auf der Terrasse jedes Lokals mindestens eine Band steht und Folklore spielt. Schnell wird auch deutlich, dass man nicht unbedingt gut spielen oder singen muss, um hier mitzumachen. Einzig und allein die Leidenschaft zählt, mit der man bei der Sache ist.

Skadarlija am Abend

Skadarlija am Abend

Bevor wir Gefahr liefen uns tief ins Getümmel zu stürzen sind wir lieber schnell zurück ins Hotel gegangen. Am Nächsten Tag stand ein umfangreiches Programm an, für das wir beide fit und ausgeschlafen sein wollten.

Tag 2

Gefrühstückt haben haben wir im Hotel. Die Auswahl war zwar nicht groß, die Plätze draußen auf der Terrasse haben aber bereits auf einen schönen Tag eingestimmt.

Frühstücksterrasse im Breakfast Garden40

Frühstücksterrasse im Breakfast Garden40

Kirche des Heiligen Sava

Zunächst sind wir zur Kirche des heiligen Sava gegangen, die nicht ganz zentral gelegen ist. Die Kirche befindet sich noch im Bau und beim Betreten wird man zunächst sehen, dass nur die Kuppel fertiggestellt ist.

Kuppel der Kirche des Heiligen Sava

Kuppel der Kirche des Heiligen Sava

Aber auch ohne große Dekoration weiß die Kirche allein durch ihre schiere Größe zu beeindrucken. Sie ist die aktuell größte Kirche Südosteuropas und die zweitgrößte orthodoxe Kirche der Welt. Diese Superlative werden aber sicherlich noch einmal zurechtgerückt, wenn die Kathedrale von Bukarest in der Nähe des Parlamentspalastes fertiggestellt sein wird.

Kirche des Heiligen Sava

Kirche des Heiligen Sava

Wenn man sich nach dem Betreten der Kirche links hält, kommt man durch einen kargen Gang in die bereits fertiggestelle Krypta. Obwohl etwas versteckt und leicht zu übersehen haben zahlreiche Menschen ihren Weg hier hinein gefunden. An Bilder ohne Menschen ist trotz der frühen Stunde nicht zu denken.

Krypta der Kirche des Heiligen Sava

Krypta der Kirche des Heiligen Sava

Kronleuchter in der Kirche des Heiligen Sava

Kronleuchter in der Kirche des Heiligen Sava

Wenn man vor der Kirche steht findet sich rechter Hand übrigens die Stadtbibliothek an deren Stirnseite ein Denkmal für Nikola Tesla steht. Zu seiner Person werde ich an einer späteren Station nochmals zu sprechen kommen.

Denkmal für Nikola Tesla

Denkmal für Nikola Tesla

Ebenfalls rechts der Kirche befindet sich eine kostenfreie Toilette, was insofern praktisch, dass der Ort etwas abseits liegt und sich damit anbietet.

Free Walking Tour: 20th Century

Pünktlich zum Start der Free Walking Tour unter dem Motto 20th Century waren wir am Platz der Republik, genauer gesagt am Pferd. Nicht nur ist dies ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen („Wir treffen uns am Pferd“), sondern auch Startpunkt aller Free Walking Tours. Dies ist insofern erwähnenswert, da es mehrere Touren sowie mehrere Agenturen gibt.

Platz der Republik

Platz der Republik

Es finden sich hier zahlreiche architektonische Stile. Eine Hauptattraktion vor Ort – das Nationalmuseum Serbiens – befand sich zur Zeit unseres Besuchs leider im Umbau und so konnten wir es nicht genau in Augenschein nehmen.

Hotel Moskva

Als Gruppe zogen wir weiter zum Hotel Moskva, dem ältesten Hotel der Stadt. Die Anzahl der vergebenen Sterne – es sind nur vier – werden dem Haus nicht so ganz gerecht: Es ist das Haus mit dem besten Renomée der Stadt, allerdings fehlen auf Grund des Alters ein paar Voraussetzungen wie Saune oder Spa für eine höhere Bewertungen. Erfahrungen zum Café des Hotel Moskva folgen später im Reisebericht auch noch.

Hotel Moskva

Hotel Moskva

Rathaus, Präsidentenpalast sowie Parlament

Weiter ging es zum alten und neuen Palast, die inzwischen als Rathaus bzw. Präsidentenpalast dienen. Am Parlament gab es eine kurze Zusammenfassung der Geschichte Serbiens.

Rathaus

Rathaus

Präsidentenpalast

Präsidentenpalast

Parlament

Parlament

St. Markus-Kirche

Die Kirche des heiligen Sava ist sicherlich die Kirche Belgrads, die einem eher im Gedächtnis bleiben wird. Die St. Markus-Kirche ist eine Kirche, die mit ihren Dimensionen zwar auch weithin sichtbar, jedoch bedeutend kleiner ist. Obwohl die Kirche im Gegensatz zur Kirche des heiligen Sava bereits fertiggestellt ist, ist sie innen recht karg. Einen Besuch halte ich selbst für vernachlässigbar. Versteckt hinter ihr findet sich übrigens noch die einzige russisch-orthodoxe Kirche. Bei den meisten anderen Gotteshäusern handelt es sich um serbisch-orthodoxe Kirchen.

St. Markus-Kirche

St. Markus-Kirche

Gebäude des serbischen Rundfunks und Fernsehens RTS

Der nächste Halt spiegelt einen Zeugen der jüngeren Vergangenheit Belgrads wider. Auch heute, fast 20 Jahre nach seiner Zerstörung durch NATO-Raketen stehen noch die Ruinen vom Gebäude des serbischen Rundfunks und Fernsehens RTS. Im Gegensatz zum üblichen Vorgehen vor knapp zwei Dekaden wurde dieser Angriff vorab nicht von der NATO bei der Bevölkerung angekündigt und forderte damit zahlreiche Menschenleben, an die noch heute eine Gedenktafel erinnert.

Gebäude des serbischen Rundfunks und Fernsehens RTS

Gebäude des serbischen Rundfunks und Fernsehens RTS

Tašmajdan-Park

Im nahegelegenen Tašmajdan-Park findet sich eine weitere Erinnerungsstätte, die an die verstorbenen Kinder in Folge der Bombenangriffe aus dieser Zeit erinnert.

Erinnerungsstätte im Tašmajdan-Park

Erinnerungsstätte im Tašmajdan-Park

Kirche des heiligen Sava

Neben einiger weiterer kleiner Zwischenstops führte uns die Tour zuletzt erneut zur Kirche des heiligen Sava. Im Gegensatz zum frühen Morgen war nun bereits bedeutend mehr los und wir froh, die Station bereits gesehen zu haben.

Denkt dran, dass sich hier rechts des Haupteingangs kostenfreie Toiletten befinden.

Wie immer kann ich auch für diese Tour meine Empfehlung aussprechen und am Ende haben wir mit Freude ein ordentliches Trinkgeld gegeben. Auch wenn ich es an anderer Stelle schon mal genannt habe, möchte ich mich hier nochmal wiederholen: Ich finde es fantastisch mit geringem Budget zu reisen und die selbst auferlegte Sparksamkeit fördert die Kreativität beim Reisen. Wer jedoch einen guten Job macht, soll dafür auch gut belohnt werden. Wenn ich höre, dass Tourteilnehmer im besten Haus der Stadt, dem Hotel Moskva, unterkommen und dann umgerechnet nur ein paar Euro Trinkgeld geben finde ich es echt traurig. Das ist die falsche Stelle, um Geld zu sparen.

Mittagessen bei Bäckerei Tvikovic

Mittagessen ist für den Snack vielleicht etwas übertrieben. Die Portionen in der Bäckerei Tvikovic nahe dem Slavija-Platz machen insbesondere bei heißen Temperaturen bereits für sehr kleines Geld sehr satt. Eine Portion Borek und eine Limonade gibt es schon für 120 Dinar. Die immerwährende lange Schlange bis auf die Straße hinaus zeugt davon, dass offensichtlich nicht nur wir von den Leckereien überzeugt sind.

Bäckerei Tvikovic

Bäckerei Tvikovic

Auslagen der Bäckerei Tvikovic

Auslagen der Bäckerei Tvikovic

Kaffee und Kuchen im Hotel Moskva

Nach dem Essen wollten wir uns etwas Kultur gönnen. Leider machte uns die Gallerie U10 hier jedoch einen Strich durch die Rechnung. Zunächst konnten wir sie nicht finden, da sie sehr versteckt ist. Als wir dann endlich den kleinen U10-Schriftzug am Fenster fanden und hineingehen wollten musste wir erfahren, dass aktuell die nächste Ausstellung vorbereiten wird.

Eingang zur Galerie U10

Eingang zur Galerie U10

Deshalb sprangen wir über zum nächsten Programmpunkte: Eine Übernachtung im Hotel Moskva passt nicht ins Budget eines Wochenendnomaden. Eine kleine Portion Luxus kann man sich aber auf der Terrasse leisten. Im Hotel Moskva erfunden gibt es hier nämlich die Moskva šnit, eine süße Leckerei, die mit einem türkischen Kaffee 680 Dinar kostet. Nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen des Geschmacks sollte man jeden Bissen mit allen Sinnen genießen.

Moskva šnit im Hotel Moskva

Moskva šnit im Hotel Moskva

Als wir vor einem plötzlichen Hagel fliehen mussten, konnten wir uns auch vom Charme im Haus selbst überzeugen.

Free Walking Tour: Downtown

Der Hagel und der darauf folgende Regen endete zum Glück pünktlich zu einer weiteren Tour des Tages, die uns in Richtung des Festung durch die Altstadt führen sollte. Startpunkt war ebenfalls wieder „am Pferd“. Der Name der Tour lautete Downtown.

Skadarlija

Zu dieser Uhrzeit war im Bohèmeviertel Skadarlija noch nicht viel los hier. Das gab uns aber die Möglichkeit, uns umzuschauen ohne von Menschenmassen umgeben zu sein. Im Vergleich zu dem, was am Abend zuvor geboten war, wirkte es nun aber sehr nackt.

Skadarlija am Tage

Skadarlija am Tage

Von unserem Guide erfuhren wir, dass die Serben drei Wege kennen, um den Musikern ein Trinkgeld zukommen zu lassen. Am charmantesten ist sicherlich folgende Variante: Man klebt den verschwitzten Musikern den Geldschein auf die Stirn. Witzig ist, dass ich das zwar nicht in Skadarlija, wohl aber in meiner Heimatstadt Ulm bereits mehrfach erleben konnte. Alle zwei Jahre – so auch 2018 – findet das große Donaufest auf beiden Uferseiten der Donau fest. Jeden Abend spielen Musiker, Bands und Künstler aus allen Städten, die entlang der Donau angesiedelt sind. Bei einem serbischen Musikabend mit Balkanmusik habe ich schon einige Trompeter gesehen, denen das Geld auf der Stirn klebte.

Bajrakli-Moschee

Im ältesten Teil der Stadt befindet sich auch die mittlerweile einzige Moschee der Stadt, die Bajrakli-Moschee.

Festung von Belgrad, Kalemegdan-Park und Pobednik

Pflicht im Programm zum historischen Belgrad ist selbstverständlich die Festung von Belgrad sowie die Parkanalage Kalemegdan.

Wenn man die Festung als großes Wahrzeichen Belgrads sieht, dann ist die Figur des Viktor gewiss das kleine Wahrzeichen der Stadt. Das Denkmal für Viktor wurde im Adamskostüm geschaffen und soll für einen anonymen Soldaten stehen, dem man weder Rang noch Epoche zuordnen können soll. Er steht für die vielen Schlachten, die sich in und um Belgrad begeben haben. Die Figur steht auf einer hohen Stehle nahe einem Abgrund zum Fluss Save, wo man ihn kaum von vorne zu Gesicht bekommt. Das Denkmal trägt in Summe den Namen Pobednik. Dass er nicht im Stadtzentrum sondern hier oben steht hat er seiner Nacktheit zu verdanken.

Pobednik

Pobednik

Das ihm eigentlich zugedachte Podest steht vor dem Hotel Moskva. Auf dem ihm zugedachten Sockel ist Viktors Platz bis heute nicht besetzt. Sittenwächter wollten ihn nämlich nicht in der Stadtmitte sehen und so blickt er nun über das Tal der Save.

Leeres Podest vor dem Hotel Moskva

Leeres Podest vor dem Hotel Moskva

Abermals war die Tour hervorragend und während ich hier nur einen kleinen Ausschnitt der Stationen beschreibe haben wir selbstverständlich noch bedeutend mehr über die Geschichte Belgrads sowie von Serbien gehört.

Braće Krsmanović

Nachdem wir uns bis dato vorrangig der Historie Belgrads zugewandt haben, wollten wir nun auch mal etwas Modernes sehen. Streetart findet in Belgrad in hoher Dichte nur im einem kleinen Viertel Braće Krsmanović. Dieses ist dafür aber wirklich sehenswert und von der Festung aus über Schleichwege gut zu erreichen.

Streetart und Streetphotography in Braće Krsmanović

Streetart und Streetphotography in Braće Krsmanović

Streetart in Braće Krsmanović - Wal

Streetart in Braće Krsmanović – Wal

Streetart in Braće Krsmanović - Stewie Griffin aus Family Guy

Streetart in Braće Krsmanović – Stewie Griffin aus Family Guy

Streetart in Braće Krsmanović - Make money not art

Streetart in Braće Krsmanović – Make money not art

Streetart in Braće Krsmanović - Gesicht

Streetart in Braće Krsmanović – Gesicht

Streetart in Braće Krsmanović - 3D-Schriftzug

Streetart in Braće Krsmanović – 3D-Schriftzug

Viele kleine Dinge haben dafür gesorgt, dass ich mich für einen kleinen Moment in Lissabon wähnte: Der Ort direkt an einer großen Brücke unweit des Wassers, viele bunte Farben und einige coole Bars mit serbischen Hipstern. Wir gesellten uns dazu und bestellten ein Radler für 250 Dinar, nachdem ich einige der schönsten Graffiti fotografiert hatte.

Bar in Braće Krsmanović

Bar in Braće Krsmanović

Abendessen bei Dva Jelena

Der Abend brach herein und der Hunger meldete sich. Bei Dva Jelena im Skadarlija-Viertel hatten wir mal wieder Glück: Just in diesem Moment als wir kamen sind zwei andere Gäste gegangen, deren Plätze auf der Terrasse wir einnehmen konnte. An einem Freitag- oder Samstagabend ist das schon echtes Glück, denn ab 19 Uhr geht es hier ziemlich ab, wenn auch am Freitag zuvor nochmal mehr Leute unterwegs waren.

Die Karte bietet – typisch serbisch – insbesondere Fleischgerichte, aber meine vegetarische Freundin hat am Ende auch etwas gefunden. Meine Ćevapčići mit Backkartoffeln und ofenwarmen Brot sowie Bier kosteten 1170 Dinar.

Abendessen bei Dva Jelena

Abendessen bei Dva Jelena

Festung von Belgrad bei Nacht

Als Nachtspaziergang sind wir danach noch auf die nächtliche Festung von Belgrad. Diese ist Tag und Nacht geöffnet und die Menschen wissen dies auch zu nutzen. Wegen der schönen Beleuchtung auch zu später Stunde lohnt es sich definitiv, nach Sonnenuntergang nochmals zurückzukehren und den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen.

Eingang zur Festung von Belgrad bei Nacht

Eingang zur Festung von Belgrad bei Nacht

Brücke zur Festung von Belgrad bei Nacht

Brücke zur Festung von Belgrad bei Nacht

Aussicht über Belgrad bei Nacht

Aussicht über Belgrad bei Nacht

Viktor bei Nacht

Viktor bei Nacht

Batman in der Parkanalage Kalemegdan

Batman in der Parkanalage Kalemegdan

Nach einem langen und anstrengenden Tag haben wir uns dann zurück ins Hotel geschleppt. Der Schrittzähler hat bei etwas mehr als 27 Kilometern gestoppt und wir sind müde ins Bett gefallen.

Tag 3

Der Tag begann mit einem spärlichen, aber vollkommen ausreichenden Frühstück auf der Terrasse unseres Hotels. An Stelle eines Bildes davon zeige ich aber lieber einen kleinen Fund inmitten der Stadt:

Flohmarkt, Sperrmüll oder Kunst

Flohmarkt, Sperrmüll oder Kunst?

Botanischer Garten Jevremovac

Bei meinen Vorbereitungen auf den Belgrad-Trip wurde der botanische Garten Jevremovac nur nebenbei genannt. Vollkommen zu Unrecht, wie ich finde. Im Herzen der Innenstadt hat Belgrad hier einen wunderbaren grünen Flecken Erde. Der botanische Garten kostet 250 Dinar Eintritt und zu der frühen Uhrzeit hatten wir den ganzen Park für uns alleine. Ob das jeden Sonntag so ist kann ich natürlich nicht bewerten, aber die zahlreichen Wege lassen auch größere Gästeströme gut im Park verteilen.

Eingang zum botanischen Garten Jevremovac

Eingang zum botanischen Garten Jevremovac

Besonders hervorzuheben ist der japanische Teil des Botanischen Gartens den man findet, wenn man sich nach dem Eingang rechts hält.

Japanischer Teil im botanischen Garten Jevremovac

Japanischer Teil im botanischen Garten Jevremovac

Um sich an einem kühlen Tag etwas aufzuwärmen kann man das Gewächshaus aufsuchen. An einem heißen Tag wie diesem war es hier aber nur kurz auszuhalten. Die große Hitze gepaart mit der hohen Luftfeuchtigkeit ließ meine Brille beschlagen und das Atmen fiel schwer.

Gewächshaus im botanischen Garten Jevremovac

Gewächshaus im botanischen Garten Jevremovac

Die für Osteuropa ganz und gar untypisch sehr gepflegte Anlage hält auch mehrere Trinkwasserbrunnen sowie kostenlose Toiletten bereit.

Nikola Tesla-Museum

Spätestens sei Elon Musk Furore mit seinen Elektroautos macht kennen die Menschen auf der ganzen Welt den Namen Tesla. Geboren auf der Grenze zwischen Kroatien und Serbien war Nikola Tesla aber bereits zu Lebzeiten ein bekannter Mann und hochdekorierter Wissenschaftler, wenn auch ohne Nobelpreis. Der Besuch in seinem Nikola Tesla-Museum sollte am besten so gelegt werden, dass man zur vollen Stunde kommt und dies am besten sehr früh am Tage. Tags zuvor standen wir nämlich schon einmal vor verschlossenen Türen zusammen mit ein paar Dutzend Menschen und beschlossen, den Besuch zu verschieben. Erneut herzukommen hat sich gelohnt. Zur vollen Stunde sollte man kommen, weil immer dann eine Vorführung erfolgt.

Nikola Tesla-Museum

Nikola Tesla-Museum

Wir sind zur englischen Vorführung um 11 Uhr gekommen und zunächst wurde ein etwa viertelstündiger Film über das Leben und Schaffen Nikola Teslas gezeigt. Danach folgte eine praktische Vorführung, die das Highlight des Museums darstellt. Ein paar Besuchern werden Leuchtstoffröhren in die Hand gedrückt und dann wird eine Tesla-Spule mit 100.000 Volt gestartet. Zusammen mit einem lauten Schlag fangen die Leuchtstoffröhren wie von Zauberhand an zu leuchten.

An einer weiteren Spule kann man erleben, wie sich 500.000 Volt anfühlen. Ich kann sagen: Es kribbelt ganz schön und je weiter man die Hand von der Spule entfernt, desto stärker wird es. Die entstehenden Lichtblitze unter der Hand sind so faszinierend, dass ich vollkommen vergaß, Bilder der ganzen Aktion zu machen.

Um Museum werden aber nicht nur effekthascherische Experimente vorgeführt, sondern auch der Hintergrund dazu erläutert. Mit der Einschränkung, dass die Vorführungen auf serbisch oder eben englisch stattfinden würde ich sagen, dass das Museum auch für Kinder geeignet ist.

Das Nikola Tesla-Museum ist zwar nur winzig, aber sollte zum Pflichtprogramm eines Besuchs in Belgrad gehören. Zu beachten ist, dass die Vorführung etwa 30 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und das Museum keine Toiletten hat. Den Eintritt über 500 Dinar muss man bar begleichen, da Kreditkarte nicht akzeptiert wird.

Mittagessen in der Svetozara Markovića

Da auch für diesen Tag wieder ein vollen Programm anstand wollten wir nicht viel Zeit verlieren und haben in der Straße Svetozara Markovića nicht weit weg vom Nikola Tesla-Museum gegessen. Für 400 Dinar gab es bei Roggenart eine Schinken-Käse-Tasche und einen frischen Smoothie.

Roggenart

Roggenart

Auslage bei Roggenart

Auslage bei Roggenart

Ein paar Meter weiter sind wir zu unscheinbar erscheinenden Konditorei Poslasticarnica DJ gegangen. Für 200 Dinar gab es Tulumbe, eine Perversion aus Fett und Zucker. Man merkt bei jedem Bissen, wie unglaublich ungesund das sein muss, aber zugleich schmeckt es aber auch einfach herrlich. Die Entscheidung fiel mir übrigens denkbar schwer, denn in diesem Laden gibt es viele dutzend verschiedene Arten von Naschwerk.

Poslasticarnica DJ

Poslasticarnica DJ

Auslage bei Poslasticarnica DJ

Auslage bei Poslasticarnica DJ

Museum of Contemporary Art

Um zum Museum für zeitgenössische Kunst zu kommen musste man ein ganzes Stück laufen. Es befindet sich auf der anderen Seite der Sava, sodass man über eine Brücken zwischen Belgrad und Novi Belgrad – der Neustadt – gehen muss.

Museum of Contemporary Art

Museum of Contemporary Art

Das Museum wurde nach zehnjährigem Umbau erst dieses Jahr wieder eröffnet und zeigt sich in einem recht frischen Gewand. Das Gebäude wirkt von außen so, wie man sich in den sozialistischen 60er Jahren die Zukunft vorgestellt hat und die Holzvertäfelung innen ist sicherlich auch nicht supermodern. Man merkt aber, dass die Ausstellung ambitioniert ist, allen prägenden serbischen Phasen seit Anfang des letzten Jahrhunderts Raum zu geben.

Varya im Museum of Contemporary Art

Varya im Museum of Contemporary Art

Tito im Museum of Contemporary Art

Tito im Museum of Contemporary Art

Besucher begutachten Aufnahmen der Trauerfeier für Tito

Besucher begutachten Aufnahmen der Trauerfeier für Tito

Für 300 Dinar Eintritt ist das Museum fair bepreist, allerdings sollte man sich einen Gang hierher überlegen, wenn die Zeit knapp ist.

Allen, die sich die Zeit nehmen werden konfrontiert mit jugoslawisch-geprägtem Expressionismus, Kubismus, Futurismus, Konstruktivismus und Surrealismus. All das findet sich vor allem in Gemälden und Fotos, zum kleineren Teil auch Plastiken wieder.

Monument für das KZ Sajmište

Abgesehen von einem Monument für das Konzentrationslager Sajmište, das sich in Belgrad befand, sind auf dieser Seite des Flusses keine Sehenswürdigkeiten in direkter Nähe.

Monument für das KZ Sajmište

Monument für das KZ Sajmište

Brankov Most

Das Museum zeitgenössischer Kunst mussten wir relativ rasch hinter uns lassen, da wir noch eine recht lange Strecke zurückzulegen hatten. Ein großer Teil davon führte über die Brankov Most, eine Brücke die quasi den Balkan und Mitteleuropa verbindet. Dass diese heute noch steht ist tausenden von Zivilisten zu verdanken, die die Brücke 1999 durch ihre bloße Anwesenheit an diesem Ort vor der Zerstörung durch Bombenangriffe bewahrten.

Brankov Most

Brankov Most

Free Walking Tour: Kommunismus

Es ging wieder zurück zum Platz der Republik, um „beim Pferd“ eine weitere Tour zu starten. Organisiert von denselben Leuten wie die Free Walking Tour gab für die Kommunismus-Tour jedoch einen Festpreis von 1200 Dinar oder 10 Euro, wobei beide Währungen willkommen waren.

Im Preis inbegriffen waren zwei Busfahrten sowie der Eintritt zum Haus der Blumen.

Der erste Teil der Tour drehte sich vor allem um Josip Broz, besser bekannt unter seinem Spitznamen Tito. Tito war von 1945 bis zu seinem Tod 1980 Ministerpräsident bzw. Staatspräsident Jugoslawiens und prägte die Union der Länder des sozialistischen zweiten Jugoslawiens wie kein zweiter. Bestattet ist er im Haus der Blumen, wohin uns auch die Busfahrt führte.

Tito-Staue auf dem Weg zum Haus der Blumen

Tito-Staue auf dem Weg zum Haus der Blumen

Brunnen vor dem Eingang zum Haus der Blumen

Brunnen vor dem Eingang zum Haus der Blumen

Titos Grab

Titos Grab

Ich würde den Ort als romantisch verklärt bezeichnen. Selbstverständlich handelt es sich hier um die Todesstätte eines Menschen, der die Geschichte mehrerer Nationen prägte, jedoch nicht unbedingt zum Guten. Unserem Guide ist es aber gelungen, den Eindruck dort etwas zurecht zu rücken. Man erhielt einen guten Eindruck auf all jene Geschehnisse, die man heute vor allem mit dem Begriff „Jugoslawien“ in Verbindung bringt.

Museum beim Haus der Blumen

Museum beim Haus der Blumen

Mit dem Bus ging es zurück in die Stadt, wo wir noch auf etwas aufmerksam gemacht wurden, was uns zuvor schon aufgefallen war. Ohne den nötigen Hintergrund, konnten wir dies jedoch nicht richtig einorden: Mitten in der Stadt stehen sich zwei vollkommen zerstörte Gebäude gegenüber. Wie man schon vermuten kann, handelt es sich um Überreste eines NATO-Angriffs von 1999. Genauer gesagt war es eines der militärischen Hauptgebäude der Stadt.

Überreste eines NATO-Angriffs von 1999

Überreste eines NATO-Angriffs von 1999

Die Tour nahm dann nach etwa 3 Stunden ein Ende und wieder einmal habe ich die Teilnahme nicht bereut. Nach Zagreb (Kroatien), Ljubljana (Slowenien), Skopje (Mazedonien), Podgorica (Montenegro), Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) war Belgrad in Serbien die letzte Hauptstadt aller jugoslawischen Nachfolgestaaten, die ich besuchte. Überall bekommt man einen anderen Mosaikstein der Geschichte.

Abendessen bei Submarine Burger

Nach einem erneut langen Tag mit vielen zurückgelegten Kilometern hatten wir Hunger. Der letzte Abend in der Stadt bot auch die letzte Möglichkeit für eine liebgewonnene Tradition: In jeder neuen Stadt esse ich schließlich einen lokalen Burger. Das war in Belgrad einfacher gesagt als getan. Es gibt in der Stadt jede Menge Cafés und auch einige Restaurants. Spezieller Burgerrestaurants sind allerdings rar gesät. Fündig wurden wir schlussendlich bei Submarine Burger.

Submarine Burger

Submarine Burger

Der vielleicht einzige reine Burgerladen der Stadt muss sich allerdings nicht vor seiner internationalen Konkurrenz verstecken: Nicht nur gehörte der Tripple-Burger mit Speck zu den größten Exemplaren die ich je aß. Nein, er hat auch noch vorzüglich geschmeckt. Der Monster genannte Burger hat bei Submarine Burger zusammen mit Pommes Frites mit Käse und edlen Trüffeln sowie einem Bier 1650 Dinar gekostet.

Monster-Trippleburger bei Submarine Burger

Monster-Trippleburger bei Submarine Burger

Nach dieser großen Portion war ein Abendspaziergang mit dem Hotel als direktem Ziel angesagt. Es setzte nämlich langsam ein Nieselregen ein und wir hatten alle uns wichtigen Orte in der Stadt gesehen. Es war die Zeit gekommen, leise Abschied zu nehmen.

Tag 4: Heimreise

Unser Frühstück mussten wir im Eiltempo nehmen, denn der Rückflug ging bereits um 8:30 Uhr. An der Rezeption erfuhren wir, dass entgegen meiner Recherche zu Hause der Transfer zum Flughafen nicht am Hauptbahnhof startet.

Fahrt zum Flughafen

Wir sind also guten Glaubens zum Slavija Square gelaufen, wo sich die Haltestelle befindet. Wir haben dem Fahrer jeweils 300 Dinar für den Transfer gezahlt und staunten nicht schlecht, als dieser kurz darauf doch den Hauptbahnhof ansteuerte.

Bushaltestelle am Slavija-Platz

Bushaltestelle am Slavija-Platz

Daher der Tipp: Sowohl am Slavija Square als auch am Hauptbahnhof fährt der Flughafen-Transfer alle 20 Minuten ab. Ohne den intensiven Verkehr wie bei unserer Ankuft dauert die Fahrt in etwa 30 Minuten. Die Haltestelle am Bahnhof liegt im Vergleich zur Hinfahrt auf der anderen Seite des Gebäudes. Halte einfach Ausschau nach der blauen Lokomotive. Wenn du diese siehst, wirst du sehr bald auch schon die Busspur und das Schild für Linie A1 sehen.

Bushaltestelle am Hauptbahnhof

Bushaltestelle am Hauptbahnhof

Rückflug

Der Flughafen ist zwar nach Nikola Tesla benannt, hat aber rein gar nichts von dessen Pioniergeist. Ganz im Gegenteil: Der Securitycheck erfolgt direkt am Abfluggate. Dahinter kommt ein kleiner Wartebereich, der für eine vollbesetzte Maschine vollkommen zu klein dimensioniert ist. Dort lässt man die Lowcost-Passagiere dann auch lange stehen, denn wie bei Wizzair üblich, gab es natürlich die obligatorische Verspätung.

Nikola Tesla-Flughafen

Nikola Tesla-Flughafen

Am Flug selbst gab es jedoch nichts zu bemängeln.

In Memmingen angekommen haben Varya und ich uns dann für die nächsten zwei Wochen trennen müssen, da ich bereits am darauffolgenden Wochenende meinen nächsten Trip hatte, allerdings ohne sie. Sie fuhr weiter mit dem Shuttlebus nach München, während ich noch über eine Stunde auf den nächsten Transferbus zum memminger Bahnhof für 3 Euro warten musste. Die Weiterfahrt nach Ulm kostete mit der Bahncard dann noch 9,50 Euro.

Fazit

Ich hatte Belgrad unterschätzt: Vollmundig hatte ich zu Hause noch angekündigt, dass man in Belgrad bestimmt alles an einem Tag schaffen kann. Ich hatte sogar die Zugverbindungen in die Stadt Novi Sad herausgesucht, weil ich sicher war, dass wir dorthin noch fahren können. Am Ende haben wir zwar in etwas mehr als zwei vollen Tagen alles besonders Wichtige von Belgrad gesehen, aber wir hätten noch viel tiefer eintauchen können. Ich hatte einen tollen Trip erwartet und diesen auch bekommen. Mein persönliches Highlight war das Nikola Tesla-Museum.

Abrechnung

Die gemeinsam angefallenen Kosten der Unterkunft inkl. Frühstück geteilt habe ich für meinen Trip knapp 240 Euro gezahlt. Das macht in etwa 60 Euro am Tag, wobei wie immer Trinkgelder und kleine Snacks nicht einkalkuliert sind.

236,35€
Flüge76,48€
Unterkunft für 3 Nächte inkl. Frühstück60,88€
Fahrt zum/vom Allgäu Airport Memmingen29,00€
Flughafentransfer von/nach Belgrad300 RSD (2,54€)
Eintritt zur Festung0,00€
Abendessen bei Prolecé1280 RSD (10,80€)
Free Walking Tour: 20th Century0,00€
Mittagessen bei Bäckerei Tvikovic120 RSD (1,01€)
Moskva šnit und Kaffee im Hotel Moskva680 RSD (5,75€)
Free Walking Tour: Downtown0,00€
Radler im Viertel Savamala250 RDS (2,11€)
Abendessen bei Dva Jelena1170 RDS (9,89€)
Eintritt für botanischen Garten Jevremovac250 RDS (2,11€)
Eintritt zum Nikola Tesla-Museum500 RDS (4,22€)
Mittagessen bei Roggenart400 RDS (3,38€)
Snack bei Poslasticarnica DJ200 RDS (1,69€)
Eintritt zum Museum of Contemporary Art300 RDS (2,54€)
Kommunismus-Tour10,00€
Abendessen bei Submarine Burger1650 RDS (13,95€)

You may also like

Basilius-Kathedrale
Moskau und St. Petersburg: Helle Nächte, dunkle Keller und höher hinaus als je zuvor
Flussbad Oberer Letten
10 Dinge, die du in Zürich kostenlos erleben kannst
Zürichsee im Sonnenuntergang
Zürich: Teures Pflaster, teures Leben und dennoch vieles kostenlos
Parlamentspalast
Bukarest: Gigantomanie, unfassbar nette Menschen und der schlimmste Tag meines Lebens

Leave a Reply

Enjoy this blog? Please spread the word :)