22
Okt
2018
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Hollandrad in Amsterdam

Amsterdam, Eindhoven, Den Haag und Rotterdam: Köstlicher Käse, krosse Kroketten und kaum Klischees

⌚ geschätzte Lesezeit: 19 Minuten

Planung

Ich habe Amsterdam zwar schon vor zwei Jahren erkundet und hatte ursprünglich nicht ins Auge gefasst, gleich so schnell wieder zurückzukehren. In der Zwischenzeit sind aber Freunde von Varya von St. Petersburg nach Amsterdam gezogen und haben uns eingeladen. Als es dann noch einen Sale bei Eurowings gab war die Sache geritzt: Es geht nochmal nach Amsterdam.

Hit The road

Aus St. Petersburg kommend bin ich schon einmal in München gelandet. Dieses mal also sollte der Start von hier abgehen und ich musste zunächst von Ulm zum Flughafen kommen. Dank Bahncard gab es die Fahrt nach München für günstige 14,90 Euro und der Transfer zwischen den Städten war mit etwa einer Stunden auch fix. Dann hat es aber nochmals fast eine weitere Stunde benötigt, um mit der S-Bahn vom münchner Hauptbahnhof zum Flughafen zu gelangen. Ich würde wirklich zu gerne wissen, wie oft in der S8 der Wunsch geäußert wird, dass der von Edmund Stoiber angekündigte Transrapid im Einsatz wäre und den Transfer in 10 Minuten bewältigen könnte.

Am Flughafen angekommen ging es dieses mal auch alles fix. Bei der Landung aus St. Petersburg hatte die Einreisekontrolle über eine Stunde gedauert. Ein Hoch auf Schengen den kontrollfreien Grenzübertritt!

Mit Eurowings hat der Hin- und Rückflug nach Amsterdam 79,98 Euro gekostet. Wobei Flug die Reise nicht ganz treffend beschreibt: In der Luft waren wir nicht sonderlich lange, haben dafür aber sowohl in München als auch Amsterdam ausführlich die Rollbahn erkundet.

Ankunft bei Nieselregen in Amsterdam

Ankunft bei Nieselregen in Amsterdam

In Amsterdam kauften wir am Automaten für 5,30 Euro ein Ticket für den Zug in die Stadt und erlebten ein Kontrastprogramm zu dem, was wir noch wenige Stunden zuvor hatten. Alle paar Minuten kommt man in kürzester Zeit und inklusive Wlan im Nahverkehr in die Innenstadt.

Ankunft am Hauptbahnhof Amsterdam

Ankunft am Hauptbahnhof Amsterdam

Mittlerweile wurde es langsam dunkel und haben das Haus nicht mehr verlassen, nachdem wir bei unseren Freunden angekommen sind.

Blick auf die Wasserstraße Westerdoksdijk bei Sonnenuntergang

Blick auf die Wasserstraße Westerdoksdijk bei Sonnenuntergang

Reise

Tag 2

Kaum nach der ersten Nacht in Amsterdam aufgewacht mussten wir die Stadt schon wieder verlassen. Besser gesagt: Varya musste Amsterdam verlassen. Der Grund: Ein Geschäftsmeeting, das sich zufälligerweise in Eindhoven genau für den Zeitraum unseres Besuchs ergeben hat.

Abfahrt ab Amsterdam Centraal

Abfahrt ab Amsterdam Centraal

Für mich bedeutete dies, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Bei der höllischen Hitze von 36 Grad Celcius am Nachmittag ein alles andere als einfaches Unterfangen. Schließlich hatte ich somit niemanden, der sich meine Wehklagen wegen des Wetters anhören konnte.

Eindhoven

Hit The Road nach Eindhoven

Die Anfahrt haben wir jedoch noch zusammen beschritten. Für 40 Euro bekommt man ein Ticket von Amsterdam nach Eindhoven und zurück. Zur Ankunftszeit um 8 Uhr morgens hatte noch nicht viel auf und so besorgten wir uns im günstigen Jumbo City direkt im Bahnhof für 2,50 Euro ein Croissant und einen Kaffee in Selbstbedienung.

Ab hier war ich dann auf mich alleine gestellt – mehr noch, als mir lieb war. Denn nicht nur war Varya anderweitig beschäftigt, auch alle Einwohner von Eindhoven schienen so früh am Morgen anderes zu tun zu haben. So gut wie niemand war auf den Straßen.

Moderne Architektur und die typischen Häusern des Norderns präsentierten sich mir also genau exklusiv wie Streetart oder die Katharinenkirche. Etwas unwirklich wirkte eine Straße, die am Abend vermutlich die Partymeile der Stadt darstellt. Hier reihte sich eine Bar an die nächste, die jedoch entweder verschlossen oder gerade aufgeräumt wurden.

Einkaufsladen in Bahnhofsnähe

Einkaufsladen in Bahnhofsnähe

Kontraste in der Architektur

Kontraste in der Architektur

Streetart in einem Hinterhof in Eindhoven

Streetart in einem Hinterhof in Eindhoven

Katharinenkirche

Katharinenkirche

Eindhovens Partymeile am frühen Morgen

Eindhovens Partymeile am frühen Morgen

Evoluon

Als ich den Eindruck hatte, alles von der Innenstadt gesehen zu haben machte ich mich auf den Weg zum Evoluon, einem Gebäude das aussieht, als wäre hier gerade ein Raumschiff gelandet. Es lief gerade eine Veranstaltung, weshalb ich zunächst scheute das Gelände zu betreten. Meine Scheu leugte ich aber bald ab und erkannte, dass rund um das Gebäude 100 Autos standen, die wohl auf den Start einer Art Gumball-Race warteteten. Zugegebenermaßen interessierte mich das Gebäude jedoch bedeutend mehr als die Fahrzeuge.

Eigensinniger Humor bei einem Fahrer des Revrun

Eigensinniger Humor bei einem Fahrer des Revrun

Ich konnte das Evoluon auch von innen bestaunen, weiß jedoch nicht, ob es grundsätzlich immer geöffnet ist. Die Schranke zu Gelände kann man jedoch ohne schlechtes Gewissen hinter sich lassen.

Evoluon

Evoluon

Van Abbe-Museum

Die Temperaturen wurden immer schwerer zu ertragen und zum Glück hatte zwischenzeitlich das Van Abbe-Museum seine Pforten geöffnet. Neben einer Klimaanlage wartete hier auf mehreren Stockwerken jede Menge zeitgenössische Kunst. Der Eintritt ins Van Abbe-Museum kostet 9 Euro.

Van Abbe-Museum

Van Abbe-Museum

Zu bestaunen gibt es Kunst, die immer in einen gewissen Kontext gestellt wird. So wurden etwa Werke der Weltausstellungen von 1937, 1939/40 und 1958 geschichtlich eingeordnet.

Ein Ausstellungsstück im Van Abbe-Museum

Ein Ausstellungsstück im Van Abbe-Museum

Begeisterte Besucher des Van Abbe-Museum

Begeisterte Besucher des Van Abbe-Museum

Innenraum des Van Abbe-Museum

Innenraum des Van Abbe-Museum

Das Museum legt einen hohen Wert auf Interaktion und Kommunikation. So ist auch jeder Gast explizit eingeladen, mit dem Museumspersonal ins Gespräch zu treten. Auch ist ein Werksalon eingerichtet, um sich aktiv mit dem Ausstellungsstücken auseinanderzusetzen und diese in einen neuen Kontext zu setzen.

Ausblick vom Van Abbe-Museum

Ausblick vom Van Abbe-Museum

Amsterdam

Hit The Road nach Amsterdam

Am Nachmittag trafen Varya und ich uns wieder am Bahnhof, wo wir uns für 4,35 Euro erneut ein paar Snacks bei Jumbo City besorgten.

In Amsterdam holten wir uns dann ein Metroticket für eine Stunde für 3 Euro. Auch wenn sich die Stadt an und für sich sehr gut zu Fuß erkunden lässt, waren wir etwas in Eile.

Bootsrundfahrt durch die Grachten Amsterdams

Für den Abend waren wir nämlich zu einer Bootsrundfahrt eingeladen.

Bootsrundfahrt durch die Grachten Amsterdams

Bootsrundfahrt durch die Grachten Amsterdams

Über zwei Stunden erkundeteten wir die Grachten im Zentrum und Amsterdam etwas außerhalb der üblichen Pfade.

Am Rand Amsterdams, wo es etwas grüner wird

Am Rand Amsterdams, wo es etwas grüner wird

Badestrand in Amsterdam

Badestrand in Amsterdam

Windmühle

Windmühle

Sowjetisches U-Boot

Sowjetisches U-Boot

Kurz vor Erreichen der breiten Wasserstraße Westerdoksdijk direkt hinter dem Hauptbahnhof machten wir zwischendurch eine Pause für einen Drink, wo ich bei De IJkantine für 4,50 Euro einen Cider bestellte.

Spaziergang um die NDSM-Werft

Ein kleiner Spaziergang führte uns rund um die NDSM-Werft. Eine Gegend, die bunt, voller Streetart und aus allen Richtungen mit Musik beschallt wird.

Streetart in der NDSM-Werft

Streetart in der NDSM-Werft

Doggystile-Container

Doggystile-Container

Ein bewohnbarer Zug und Kran

Ein bewohnbarer Zug und Kran

Bunte Container formen ein Portal

Bunte Container formen ein Portal

Die bunten Container als Bogen

Die bunten Container als Bogen

Wasserstraße Westerdoksdijk

Nach der kleinen Pause an Land ging es zu Wasser weiter. Es wurde inzwischen bereits dunkel, was die ganze Szenerie nochmal stimmungsvoller gemacht hat. Und nicht nur der Ausblick war toll. Auf dem Wasser fingen die Temperaturen so langsam an, sich akzeptabel einzupegeln.

Hauptbahnhof von Amsterdam

Hauptbahnhof von Amsterdam

The Eye und A'dam

The Eye und A’dam

Schifffahrtsmuseum

Schifffahrtsmuseum

Rotlichtviertel

Unsere Bootstour endete in einer Gracht in der Nähe des Rotlichtviertels, wo wir uns dann zu Fuß hinbegaben. Da es hier nicht gerne gesehen wird, wenn man am Abend Fotos schießt gibt es keine Aufnahmen. Außer eine Unmenge an Menschen die sich durch die Straßen zwängen und einige leicht bekleidete Damen hinter Schaufenstern in rot beleuchteten Kämmerchen hätte es aber sowieso nicht viel zu sehen gegeben.

Zumindest eine blanke Brust die ich aus vom Rotlichviertel zeigen kann

Zumindest eine blanke Brust die ich aus vom Rotlichviertel zeigen kann

Da wir am Vorabend auch nicht umgehend nach der Ankunft ins Bett verschwanden und am Morgen zeitig aufstehen mussten, machte sich die Müdigkeit inzwischen deutlich bemerkbar. Ich war echt froh, als es dann bald nach Hause ging und ich ins Bett gehen konnte.

Tag 3

Amsterdam

Frisch ausgeruht konnte unser erster vollständiger Tag in Amsterdam starten.

Frühstück bei Stach

In der Nähe unserer Gastgeber holten wir uns bei Stach ein frisch zubereitetes Sandwich und einen Kaffee für 7,25 Euro. Das war lecker und machte satt.

Stach

Stach

Anne Frank-Haus

Auf dem Weg in Richtung Zentrum kamen wir auch am Anne Frank-Haus vorbei. Vor diesem bildete sich bereits morgens eine Schlange von Menschen, die allesamt einen Zettel in der Hand hielten. Von Deutschland aus wollte ich einige Tage zuvor online Tickets kaufen. Leider waren die Tickets bereits Wochen im voraus ausverkauft. Wer das Anne Frank-Haus also von innen sehen möchte sollte sich bereits lange vor seiner Abreise um Tickets bemühen.

Pride Parade

Wie schon zwei Jahre zuvor war ich wieder am Wochenende mit den Eröffnungsfeierlichkeiten des Amsterdam Gay Pride-Festivals in Amsterdam. Die Pride-Parade damals war riesig: Tausende von Menschen sind in einem langen, bunten und nicht zuletzt lauten Zug durch die Straßen gezogen. Im Vergleich dazu war die Parade dieses Jahr sehr enttäuschend: Nur ein Bruchteil der Menschen ging auf die Straße und auch waren die Teilnehmer nicht so bunt und einfallsreich gekleidet. Schade.

Schuttersgalerij

Diese kleine überdachte Straße zeigte noch vor zwei Jahren eine Reihe von Gemälden, wird derzeit aber umgebaut und anders genutzt. Ich fand die temporäre Ausstellung zu kleinen Episoden aus der jüngeren und älteren Geschichte Amsterdams aber sogar noch besser. Was auch immer hier in der Zukunft gezeigt werden soll: Es bleibt zu hoffen, dass die Schuttersgalerij auch weiterhin keinen Eintritt verlangt.

Innenhof der Schuttersgalerij

Innenhof der Schuttersgalerij

Schuttersgalerij

Schuttersgalerij

Unser Versuch zum Van Gogh-Museum zu gehen blieb für den Moment erfolglos, denn ohne vorreservierte Onlinetickets hat man keine Chance. Also haben wir uns schnell welche übers Smartphone bestellt, um am Abend nochmal zu kommen.

Mittagessen bei Vandam

Der obligatorische Burger stand für Amsterdam noch an. Wann immer wir während unserer Tage in Amsterdam an Lombardo vorbeigekommen sind, war dort leider eine lange Schlange. Dort war ich zwei Jahre zuvor gleich zwei Mal zum Burgeressen und hätte das Erlebnis gerne nochmal gehabt. Aber es hat nicht sollen sein.
Der Burger bei Vandam zusammen mit einem Gingerbeer für 16 Euro war ok, aber wird mir mit Sicherheit nicht so lange in Erinnerung bleiben.

Burger bei Vandam

Burger bei Vandam

Vandelpark

Wer etwas Ruhe und Entspannung sucht wird im Vandelpark fündig. Nicht, dass wir den Abstand vom Stadtstress am dritten Tag schon benötigt hätten. Nein, aber wir hatten beide große Lust auf etwas Süßes und haben gehört, dass es im Park gute Pofertje geben soll.

Vandelpark

Vandelpark

Nach eine großen Runde sind wir auch fündig geworden und konnten bei Groot Melkhuis in Selbstbedienung für 7,25 Euro ein dutzend Pofertje und einen Eistee kaufen.

Pofertje

Pofertje

Leidseplein

In Richtung Leidseplein haben wir den Vandelpark verlassen, haben außer den Menschen die draußen Schach spielen aber nichts interessantes gefunden.

Leidseplein

Leidseplein

Blumenmarkt

Wer Sehnsucht nach Menschen hat, dem kann ich den Blumenmarkt ans Herz legen. Es gibt kaum ein Vorankommen vor der Vielzahl an Menschen; das wird definitiv nicht mein Lieblingsort in Amsterdam.

Blumenmarkt

Blumenmarkt

American Book Store

Potenzial für meinen Lieblingsladen hat hingegen der American Book Store. Über drei Stockwerke gibt es hier tonnenweise englischsprachiges Lesematerial.

American Book Store

American Book Store

Van Gogh-Museum

Auch wenn ich vor zwei Jahren schon hier war freute ich mich ganz besonders auf einen weiteren Besuch des van Gogh-Museums. Die Tickets für einen bestimmten Zeitslot hatten wir ja schon am Nachmittag übers Smartphone auf der Website vom van Gogh-Museum für 18 Euro gekauft. Ohne Onlineticket braucht man sich gar nicht erst auf den Weg hierher machen, da es inzwischen gar keine andere Option gibt.

van Gogh-Museum

van Gogh-Museum

Bevor ich vor zwei Jahren in seinem Museum war, konnte ich mit den Werken van Goghs nicht sonderlich viel anfangen. Das Museum ist jedoch didaktisch so herausragend aufbereitet, dass ich ein Verständnis dafür entwickelt habe, was seine Kunst so besonders macht und von allen Zeitgenossen abhebt. Man erlebt eine chronologische Abhandlung des Lebens van Goghs und es wird sehr genau erläutert, wie sich sein Stil entwickelt hat. Doch es geht nicht nur um seine Kunst. Auch seine familiären Verhältnisse, die Stabilität seiner Psyche und was ihn inspirierte wird einem näher gebracht.
Ein herausragendes Museum!

Innenbereich des van Gogh-Museums

Innenbereich des van Gogh-Museums

Abendessen bei Shiva

Auch wenn wir am dritten Tag nicht viele unterschiedliche Orte aufsuchten waren wir doch viele Kilometer unterwegs. Der Hunger trieb uns zu einem indischen Restaurant, wo ich bei Shiva für Butterchicken und eine Limonade 18 Euro zahlte.

Während des Partyvolk die Stadt mehr und mehr an sich riss machten wir uns auf den Weg in Richtung Bett. Wer früh am morgen auftsteht wird abends auch früher müde.

Amsterdams Gracht bei Nacht

Amsterdams Gracht bei Nacht

Tag 4

Amsterdam

Unser zweiter und auch schon letzter voller Tag in Amsterdam. Auch weil ich die Hauptattraktionen und vieles abseits der Wege bereits zwei Jahre zuvor gesehen hatte, haben wir den Plan gefasst, auch andere Städte zu erkunden.

Frühstück bei Rigoletto

Ich holte mir kleinen italienischen Café Rigoletto ein Schinken-Käse-Sandwich und einen Kaffee für 6,50 Euro.

Rigoletto

Rigoletto

Weil das Wetter so herrlich war, haben wir unser Essen nicht vor Ort gegessen, sondern sind zur nächstgelegenen Gracht auf einen Steg gegangen um zu frühstücken.

Frühstück an der Gracht

Frühstück an der Gracht

Free Walking Tour

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Natürlich habe ich die Free Walking Tour auch schon gemacht. Es war mich das erste mal, dass ich in einer Stadt eine zweite Free Walking Tour mache. So ergab sich aber auch mal die Möglichkeit eines direkten Vergleichs. Und der Vergleich fällt unerwartet aus: Beide Touren hatten Unterschiede, wie sie kaum hätten größer sein können. In diesem Jahr hatten wir nicht eine einzige Station, an die ich mich von meinem letzten Besuch erinnern kann. Einzige Gemeinsamkeit: Der Startpunkt.

Dam Square

Hier starten mehrfach täglich die Free Walking Touren. Aber schon kurz nach dem Start führt es jeden Guide in eine andere Richtung. Wir hatten viel Glück, den vielleicht energievollsten Guide aller Zeiten zu erleben: Katjalisa ist gebürtige Deutsche und hat uns durch ihr Amsterdam geführt.

Jüdisches Viertel

Wenn man durch Amsterdam kann man – an vielen Orten wortwörtlich – den liberalen und freiheitlichen Gedanken riechen. Die Stadt ist unglaublich offen und jeder hat die Möglichkeit sich auszuleben. Dass dies nicht erst seit gestern so ist, sondern historisch wuchs konnten anhand lebhafter Beispiele von Katjalisa erfahren.

Denkmal von Spinoza

Denkmal von Spinoza

Bushuis

Ich beschäftige mich nun bereits seit längerer Zeit mit Finanzen und Geldanlage. Als ETF-Jünger ist die Börse da nur bedingt interessant. Wenn man auf Indexfonds setzt muss man schließlich keine Ahnung von den Details haben. Hintergründe zu den Anfängen zu erfahren war jedoch in der Tat interessant.

Bushuis

Bushuis

Coffeeshop

Wenn man an das liberale Amsterdam denkt, kommt einem als erstes mit Sicherheit als erstes der liberale Umgang mit Drogen in den Sinn. Selbstverständlich wird auch dieses Kapitel auf der Tour ausgiebig behandelt.

Amsterdam ohne Grachten - undenkbar

Amsterdam ohne Grachten – undenkbar

9 Straßen

Wer viele Geschäfte und Möglichkeiten zum Essen sucht, wird hier fündig.

Multatuli-Denkmal

An diesem Denkmal sind wir in den bisherigen Tagen bereits mehrfach vorbei gelaufen, ohne ihm größere Beachtung zu schenken. Dabei ist die Geschichte des Multatuli interessant und von einer Aktualität, wie man sie sich selbst sicherlich ungern eingestehen möchte.

Multatuli-Denkmal

Multatuli-Denkmal

An diesem Platz sieht man auch das schmalste Haus Amsterdams.

das schmalste Haus Amsterdams

das schmalste Haus Amsterdams

Anne Frank-Haus und Homo-Monument

In der Nähe des Anne Frank-Hauses und des Homo-Monuments ging die Führung nach nahezu 3 Stunden zu Ende. Für einen Kenner Amsterdams gab es vielleicht nicht viele neue Orte, aber umso intensivere Einblicke in die Seele der Stadt.

Nemo

Das Nemo ist ein Wissenschaftsmuseum zum Eintrittspreis von 16 Euro, das mit seinen zahlreichen Do It Yourself-Experimenten eigentlich Kinder als Zielgruppe hat. Aber auch schon in Valencia oder Glasgow war ich von solchen Mitmach-Museen mehr als begeistert. Man muss natürlich darauf eingestellt sein, dass die Kinder hier die beste Zeit überhaupt haben und es deshalb auch mal laut werden kann. Aber umso weniger fällt es dann auch auf, wenn man selbst in schallendes Gelächter ausbricht. Und wer mit Kindern reist, für den sollte das Nemo in Amsterdam sowieso Pflicht sein.

Nemo

Nemo

Man sollte zu anfangs gleich im ersten Stockwerk schauen, wann die Kettenreaktion gestartet wird. Mehrfach am Tag wird die sogenannte Rube-Goldberg-Maschine in Gang gesetzt und man sichert sich am besten mindestens 10 Minuten vor dem Start einen guten Platz. Das Experiment dauert dann etwa 5 Minuten und bietet allerbestes Entertainment.

Rube-Goldberg-Maschine

Rube-Goldberg-Maschine

Im dritten Stock gibt es für die durstigen übrigens eine Karaffe, wo man sich kostenlos Wasser einschenken kann.

Und selbst, wer kein so großes Interesse hat, nochmal Kind zu sein sollte zum Nemo kommen. Die große Terrasse kann kostenfrei besucht werden und bietet eine tolle Aussicht über die Stadt.

Aussicht von der Nemo-Terrasse

Aussicht von der Nemo-Terrasse

Het Scheepvaartmuseum – Schiffahrtsmuseum

Das Schifffahrtsmuseum selbst haben wir zwar nicht besucht, aber es gibt einige Schiffe in einem kostenlosen Außenbereich zu sehen. Das wird gewiss nur ein Bruchteil der Ausstellungsstücke darstellen, aber da es direkt am Fuße der Nemo-Treppe zur Terrasse liegt kann man sich das auf alle Fälle mal anschauen.

Openbare Bibliotheek

Bibliotheken gehören sicherlich nicht zum üblichen Touristenprogramm in einer fremden Stadt. Die Stadtbibliothek von Amsterdam zu besuchen lohnt sich jedoch aus vielerlei Gründen. Der kostenfreie Eintritt ist zunächst einmal offensichtlich. Dass man auch als stadtfremder Besucher nicht schief angeschaut wird liegt am Café im siebten Stockwerk. Und hier kommen wir zum überzeugenden Grund, die Openbare Bibliotheek von Amsterdam zu besuchen: Man hat eine fantastische Aussicht über die Stadt.

Openbare Bibliotheek

Openbare Bibliotheek

Das Haus lockt darüber hinaus mit einigen bequemen Ecken zum Verweilen ein. Hier kann man sich auch einfach so niederlassen, ohne dass man gezwungen wird einen Kaffee zu trinken oder etwas anderes zu bestellen.

Innenbereich der Openbare Bibliotheek

Innenbereich der Openbare Bibliotheek

Der Reiz der modernen Architektur des Hauses wird noch durch wechselnde Sonderausstellungen unterstrichen.

Abendessen bei Wing Kee

Amsterdam ist eine internationale und offene Stadt. An einem Ort wird dies ganz besonders sichtbar: In der Nähe des Hauptbahnhofs und auch nicht weit entfernt von der Stadtbibliothek findet sich Chinatown. Hier finden sich zwar auch Restaurants aus anderen asiatischen Nationen, aber wir wollten chinesisch essen gehen. Wing Kee macht auf uns einen sehr authentischen Eindruck. Nicht nur die vielen chinesischen Gäste ließen uns zu diesem Schluss kommen. Im Gastraum finden sich kaum klischeehafte Drachen, sondern es herrscht die Nüchternheit einer kommunistischen Kantine mit fleißig und schnell arbeitenden Servicekräften. Für chinesische Sparerips und eine – zugegebenermaßen unpassende – Coca-Cola zahlte ich bei Wing Kee 17 Euro.

Abendessen bei Wing Kee

Abendessen bei Wing Kee

Tag 5

Natürlich kann man in jede Stadt beliebig tief eintauchen und selbstverständlich habe ich mit Sicherheit mindestens ein dutzend Geheimtips ausgelassen, die gerne in den Kommentaren ergänzt werden können. Dennoch habe ich das Gefühl, die Stadt inzwischen ganz gut zu kennen. Was würde sich da mehr anbieten als eine weitere Stadt zu erkunden?

Den Haag

Hit The Road nach Den Haag

Für 24,40 Euro erhält man ein Hin- und Rückticket für Den Haag und die Fahrt dauert ab dem Hauptbahnhof Amsterdam etwa eine Stunde. Verbindungen gibt es mehr als genug. Selbst ohne größere Planungen sollte man kaum mehr als eine halbe Stunde für den Transfer warten müssen.

Der erste Eindruck zeigt, dass Den Haag und Amsterdam sich deutlich unterscheiden. Den Haag wirkt viel aufgeräumter, die Straßen sind weitläufig, insgesamt mehr Platz und sicherlich vor allem wegen einem Bruchteil der Fahrräder bedeutend weniger Stress.

Frühstück bei August

Direkt in Bahnhofsnähe wurden wir fürs Frühstück fündig. Bei August orderte ich ein großes Käsesandwich und einen Kaffee für 6,40 Euro.

Frühstück bei August

Frühstück bei August

Stadhuis

Nur wenige hundert Meter sprang mir etwas Bekanntes ins Auge. Als Ulmer war mir auf den ersten Blick klar, worum sich handelt: Das Stadhuis wurde vom amerikanischen Architekten Richard Meier entworfen, dessen Stadthaus auch den Münsterplatz meiner Heimatstadt Ulm ziehrt. Sein Stil ist unverkennbar und ich bin täglich aufs Neue damit konfrontiert, denn ich gehe an jedem Arbeitstag in eine Kantine essen, die ebenfalls von Richard Meier stammt.
Als Fanboy musste ich hier natürlich jede Menge Bilder schießen und fühlte mich umgehend ein Stück heimisch in Den Haag.

Stadhuis

Stadhuis

Stadhuis von innen

Stadhuis von innen

Ausblick Richtung Dach vom Stadhuis

Ausblick Richtung Dach vom Stadhuis

Stadhuis von der anderen Seite

Stadhuis von der anderen Seite

Königlicher Palast Noordeinde

Den Sitz der niederländischen Monarchie würde man sicherlich am ehesten in der Hauptstadt vermuten. Der dortige Königliche Palast am Platz De Dam dient jedoch nur Repräsentationszwecken und als Gästehaus für Staatsgäste. Der offizielle Amtssitz liegt tatsächlich hier in Den Haag.

Königlicher Palast Noordeinde

Königlicher Palast Noordeinde

Friedenspalast

Der erste Gedanke, der einem in den Sinn kommt, wenn man an Den Haag denkt dürfte sicherlich der Internationale Gerichtshof sein. Dessen Sitz kann man am Friedenspalast sehen. Allerdings kommt man wegen des weitläufigen Geländes und eines Zaunes nicht sonderlich nah heran an das Gebäude.
Führungen werden zwar grundsätzlich angeboten, müssen aber zwingend vorab gebucht werden. Und als wir eine Führung reservieren wollten, gab es für gar kein Datum einen freien Slot.

Friedenspalast

Friedenspalast

Botschaftsviertel

Im Botschaftsviertel kann man anhand der Fahnen ein lustiges Quiz spielen, zu welchem Land wohl die Botschaft gehört. Darüber hinaus gibt es hier aber nicht viel zu verpassen.

Scheveningen

Wenn man immer weiter Richtung Nordsee läuft kommt man irgendwann zwangsläufig in Scheveningen raus und könnte meinen, man sei an einem komplett anderen Ort. Die Atmosphäre wirkt, als sei man in einem Luftkurort. Ein kleines, beschauliches Dorf. Wenn man den Strand entlang läuft ändert sich der Eindruck aber langsam wieder. Entlang eines langen Stegs reiht sich eine Beachbar an die nächste. Ich schätze, es wird hier nie so voll, dass man gar keinen Platz mehr ergattern kann.

Ausblick auf die Nordsee

Ausblick auf die Nordsee

Möwe kurz vor dem Abflug

Möwe kurz vor dem Abflug

Käsekroketten

Irgendwann gelangt man zum großen Pier. Unser Vorhaben, die holländische Spezialität Käsekroketten zu kosten haben wir bei Par Hasard für 3 Euro wahr gemacht. Dieses Essen ist sicherlich mit das Schlimmste, aber auch Leckerste, was man seinem Körper antun kann.

Pier von Scheveningen

Pier von Scheveningen

Par Hasard

Par Hasard

Käsekrokette

Käsekrokette

Fahrt mit dem Riesenrad

Für 9 Euro kann man direkt am Strand eine Fahrt mit dem Riesenrad antreten. Über vier Runden hinweg konnten wir das Seebad Scheveningen bestaunen. Neben der Aussicht war an diesem mal wieder sehr heißen Tag die Tatsache sehr angenehm, dass die Kabine klimatisiert ist.

Riesenrad

Riesenrad

Blick aufs Seebad Scheveningen

Blick aufs Seebad Scheveningen

Für wirklich teure 3,50 Euro kauften wir anschließend ein Ticket für eine Fahrt zurück in die Innenstadt von Den Haag, denn wir wollten unbedingt noch etwas Weiteres sehen. Da wir Den Haag an einem Montag besuchten war das Escher-Museum geschlossen, dem ich zwar den Vorrang gegeben hätte, aber auch die Alternative konnte sich sehen lassen.

Mauritshuis

Für 15,50 Euro erwarben wir Eintrittskarten fürs Mauritshuis. Hier werden auf zwei Stockwerken Meisterwerke der goldenen Ära der Niederlange ausgestellt. Ein Maler und ein Werk stechen sicherlich besondes hervor: Bilder von Rembrandt sind hier genauso ausgestellt wie das Mädchen mit dem Perlohrgehänge von Jan Vermeer.

Mauritshuis

Mauritshuis

Oberstes Stockwerk vom Mauritshuis

Oberstes Stockwerk vom Mauritshuis

Keinesfalls sollte man die Sonderausstellung verpassen. Hierfür muss man die Treppe gegenüber des Eingangs zum Gebäude hinauflaufen. Zur Zeit unseres Besuchs wurde die Restaurierung eines Werks bis ins letzte Detail hinein erläutert. Es wird deutlich, warum solche Arbeiten sich über Monate hinwegziehen. Teile der Arbeiten passieren übrigens vor der Öffentlichkeit – wären wir früher gekommen, hätten wir das sicherlich interessante Prozedere vor Ort bestaunen können.

Amsterdam

Hit The Road nach Amsterdam

Am Abend sind wir wieder zurück nach Amsterdam gefahren, was auch wieder etwa eine Stunde Fahrt in Anspruch nahm. Am Hauptbahnhof angekommen sind wir direkt kostenlos verkehrenden mit der Fähre in Richtung Nordstadt gefahren.

kostenlose Fähre Fähre in Richtung Nordstadt

kostenlose Fähre Fähre in Richtung Nordstadt

Abendessen bei Mr. Butcher

Bei Mr. Butcher bestellte ich für 19 Euro einen Cheeseburger, Süßkartoffelchips und ein Bier. Das Essen war gut, aber nicht herausragend. Der Grund, der uns hierher geführt hat war eigentlich auch ein anderer und hier zu essen hatte vorrangig praktische Gründe. Es folgte nämlich noch ein weiterer Programmpunkt zum Ausklang des Abends.

Burger bei bei Mr. Butcher

Burger bei bei Mr. Butcher

A’dam Look und Swing

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sind wir ins A’dam-Hochhaus. Die Tickets für die Aussichtsplattform und die Riesenschaukel hatten wir tags zuvor dort gekauft. Es ist allerdings nicht zwingend nötig, das vor Ort zu tun und man kann sie auch online erwerben – hier gibt es sogar 1 Euro Rabatt. Ohne Reservierung vorab wird man jedoch kein Glück haben, wenn man auch die Schaukel nutzen möchte.

A'dam

A’dam

Der Eintritt für A’dam kostet 13,50 Euro. Dank des vorab gekauften Tickets mussten wir uns nicht in der Schlange einreihen.

Wer es eilig hat kann auch am Anfang die kurze Fotosession skippen. Ich würde diese jedoch mitnehmen. Im Gegensatz zu den üblichen Touristenfallen wie etwa bei Madame Tussauds erhält man hier nämlich einen Link auf die Bilder, sodass man sie kostenlos runterladen kann. Dies zwar nur in niedriger Auflösung und die qualitativ hochwertigen Aufnahmen kosten auch hier Geld. Als kleine Erinnerung reicht aber auch die kostenlose Variante.

Die Auffahrt mit dem Fahrstuhl ist spektakulär, aber mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Oben angekommen haben wir uns umgehend in die Schlange für die Schaukeln angestellt. Die Tickets für die Schaukeln haben wir tags zuvor für 5 Euro gekauft; Karten für de A’dam-Tower sind Voraussetzung für den Erwerb.. Trotz eines festen Zeitslots und aller Pünktlichkeit mussten wir noch uns noch 15 Minuten lang anstellen. Denke daran, dass es hier oben im 20. Stockwerk und 100 Meter über dem Erdboden windig und entsprechend kalt werden kann.

Swing auf A'dam

Swing auf A’dam

Die Schaukeln bringen einen für 5 Minuten an den Rand des Abgrunds und ein Stück darüber hinaus. Je nachdem, ob man unter Höhenangst leidet oder nicht kann das einen ziemlichen Nervenkitzel bedeuten. Ich fand es mäßig aufregend, was aber nicht bedeutet, dass es nicht dennoch Spaß gemacht hat.

Dach des A'dam

Dach des A’dam

Nach den Schaukeln machten wir ausgiebig Aufnahmen vor der Stadt von oben. Die Konstrukteure der Absperrungen haben mitgedacht und an einigen Stellen Lücken im Maschendrahtzaun gelassen, durch die man perfekt fotografieren kann.

Aussicht von A'dam

Aussicht von A’dam

An den Ecken hat es zudem erhöhte Plattformen für Selfies.

Im Stockwerk darunter gibt es dann noch einen windgeschützten Platz, um Amsterdam von oben zu begutachten.

Blick übers nächtliche Amsterdam

Blick übers nächtliche Amsterdam

Ebenfalls hier zu begutachten: Ein Modell des A’dam-Towers sowie ein Stadtmodell mit einer coolen Visualisierung des Stadtwachstums über die Jahrhunderte.

Auch wenn du in der Bar nichts bestellst, solltest du dieser unbedingt einen Besuch abstatten. An der linken Ecke befindet sich nämlich eine große runde Glasscheibe im Boden. Hier kannst du dich draufstellen und 100 Meter unter dir in die Tiefe schauen. Dieses Bullauge kannst du übrigens auch vom Boden aus sehen.

Bullauge mit Blick zum Grund

Bullauge mit Blick zum Grund

A'dam bei Nacht

A’dam bei Nacht

I Amsterdam-Schriftzug

Im Gegensatz zum beliebten I Amsterdam-Schriftzug am Rijksmuseum hat man den Schriftzug hier im Norden der Stadt zumindest am Abend fast ganz alleine für sich. Es ist für Fotos zwar nicht so gut zugänglich, aber dafür muss man das Motiv nicht mit anderen Teilen, wenn man nur ein wenig Geduld mitbringt.

I Amsterdam-Schriftzug

I Amsterdam-Schriftzug

Tag 6

Der Tag der Abreise war gekommen. Es ist jedoch schön, wenn man einen Rückflug hat, der so spät abgeht, dass man den Tag noch sinnvoll nutzen kann. Wir haben uns entschieden, nach Rotterdam zu fahren. Die Stadt ist von Amsterdam hervorragend angebunden und von Rotterdam erreicht man den amsterdamer Flughafen Schiphol in kurzer Zeit.

Rotterdam

Hit The Road nach Rotterdam

Die Fahrt nach Rotterdam dauerte weniger als eine Stunde und kostete 18,80 Euro. Dort angekommen haben wir auch gleich das Rückticket zum Flughafen für 15,80 Euro gekauft. Da der Weg zum Flughafen kürzer war, war das Ticket auch günstiger.

Der Bahnhof von Rotterdam ist riesengroß und hat natürlich ein Schließfächer, die wir für 6 Euro nutzten. Beim Verlassen sieht man, dass Rotterdam eine moderne Stadt ist, die sich wie auch schon Den Haag deutlich von Amsterdam unterscheidet. Vor einem türmen sich verglaste Hochhäuser auf und dieses Bild setzt sich auch an anderen Stellen in der Stadt fort.

Erster Eindruck von Rotterdam

Erster Eindruck von Rotterdam

Hochhäuser in Rotterdam

Hochhäuser in Rotterdam

Streetart

Überall in Rotterdam findet man Graffiti. Die Objekte aus meinen Aufnahmen habe ich alle rein zufällig gefunden. Wenn man gezielt auf die Suche geht kann man bestimmt noch ein Vielfaches ausmachen.

Fliegende Fantasiewesen

Fliegende Fantasiewesen

Vincent Vega aus Pulp Fiction

Vincent Vega aus Pulp Fiction

Man beachte auch die Einbindung der Fenster

Man beachte auch die Einbindung der Fenster

jede Menge Sehenswürdigkeiten Rotterdams wurden hier eingebunden

jede Menge Sehenswürdigkeiten Rotterdams wurden hier eingebunden

Frühstück bei UEB – Urban Esspresso Bar

Auch um 10 Uhr war Rotterdam noch sehr verschlafen und erst nach einer Stunde des Suchens fanden wir eine Location, die Frühstück anbietet. In der Urban Espresso Bar holte ich mir für 11,30 Euro ein Sandwich und einen Kaffee. Nicht günstig, aber wegen fehlender Konkurrenz die einzige Alternative den Start in den Tag zu retten.

UEB - Urban Esspresso Bar

UEB – Urban Esspresso Bar

Ewas ungewöhnlich: Die fast schon deutschen Verhältnisse, keine Kreditkarte zu akzeptieren.

Delfshaven

Kurz darauf erreichten wir den rotterdamer Stadtteil Delfshaven und sahen ein Stück Niederlande aus dem Bilderbuch.

Delfshaven

Delfshaven

Rotterdam wurde im zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, was das moderne Stadtbild erklärt, aber dieser Ort wurde zum Glück verschont. So kann man sich rechts und links eines Hafens bewegen und Schiffe, alte Häuser und jede Menge winziger Details bestaunen.

Schiffe in Delfshaven

Schiffe in Delfshaven

Und um das Holland-Bild zu komplettieren kann man noch zu einer Windmühle aufblicken. Und solange wir hier alles bestaunten war keine Menschenseelef unterwegs – wir hatten ganz Delfshaven für uns allein. Einzig der Wind und hier und da das Kreischen einer Möwe waren zu hören. Pure Idylle!

Windmühle in Delfshaven

Windmühle in Delfshaven

Historische Werft „de Delf“

Gerne hätten wir das Schifffahrtsmuseum besucht, aber leider hatte es geschlossen. Den Nachbau einee Schiffes aus dem. 18. Jahrhundert konnten wir aus der Ferne dennoch in Augenschein nehmen.

Historische Werft de Delf

Historische Werft de Delf

Euromast

Eine Jacke sollte man an einem windigen Tag dabei haben, wenn man den Fernsehturm Euromast zum Preis von 9,75 Euro betritt. Das, was sich am Boden noch wie eine leichte Brise anfühlt kann hier oben die gefühlen Ausmaße eins Sturms annehmen, bei dem man seine Habseligkeiten auch besser festhält.

Euromast

Euromast

Mit dem Fahrstuhl oben angekommen hat man auch noch nicht die Spitze erreicht. Alle sieben Minuten fährt eine sich drehende Plattform noch weiter nach oben und ermöglich einem eine Aussicht auf den Hafen von Rotterdam, dessen gigantischen Ausmaße sich bis hin zum Horizont ziehen. Fünf Runden dreht man während der sieben Minuten und hat damit ausreichend Gelegenheit, alles genau zu bestaunen. Da hier die Eintrittskarten nicht nochmal kontrolliert werden besteht die theoretische Chance, sich ein zweites Mal anzustellen.

Blick über Rotterdam

Blick über Rotterdam

Hafen von Rotterdam

Hafen von Rotterdam

Skyline von Rotterdam

Skyline von Rotterdam

Im Turm ein paar Meter tiefer gibt es ein Café, wo man für faire 2,40 Euro einen Kaffee erhält. Leider dreht sich das Café nicht und die beliebten Plätze am Fenster sind schnell belegt. Für eine kleine Pause lohnt sich der Besuch dennoch.

Kaffee im Fernsehturm Euromast

Kaffee im Fernsehturm Euromast

Erasmus-Brücke

Unser nächstes Ziel war es zwar nicht auf der Erasmus-Brücke zu stehen, aber ein paar Aufnahmen von ihr vor der Skyline von Rotterdam zu knipsen. Ich fand den Ort vom Euromast schon vielversprechend und näher dran sah es nochmal cooler aus.

Erasmus-Brücke

Erasmus-Brücke

Maritiem Museum

Das maritime Museum von Rotterdam hat wie auch das in Amsterdam einen Außenbereich, der kostenlos besucht werden kann. Hier fällt aber sowohl die Ausstellungsfläche, die Anzahl an Objekten als auch deren Vielfalt bedeutend größer aus.

Feuerwehrschiff

Feuerwehrschiff

Hafen

Hafen

Kranzug

Kranzug

Leuchtturm

Leuchtturm

Kijk-Kubus

Die Kubushäuser sehen von außen aus, als sei ein Sturm über sie hinweggefegt und hätte sie umgedreht. Aber sie sind exakt im Sinne des Architekten Piet Blom entstanden. Für den Eintrittspreis von 3 Euro kann man sich eines der Kijk-Kubus-Häuser auch von innen anschauen und sich davon überzeugen, dass man schon großer Liebhaber besonderer Wohnumgebungen sein muss, um sich hier wohl zu fühlen. Über mehrere Stockwerke ziehen sich kleine Karnickelbuchten, deren Grundfläche keinerlei sinnvolle Nutzung des Wohnraums möglich machen. Dennoch sind alle Häuser hier bewohnt und die Einwohner stolz, in einem der Kirjk-Kubuse wohnen zu dürfen.

Kijk-Kubus

Kijk-Kubus

Dächer der Kijk-Kubuse

Dächer der Kijk-Kubuse

Markthalle

Weitere aufsehenerregende Architektur ist nur wenige Gehminuten und in Sichtweite entfernt. Die Markthalle beherrbergt in ihrem Inneren jede Menge Essstände mit einem Angebot für jeden Geschmack.

Markthalle

Markthalle

Decke der Markthalle

Decke der Markthalle

Abendessen

Den Heimflug wollten wir selbstverständlich nicht mit leeren Mägen antreten. Wir kehrten bei De Beren ein, wo es als Tagesmenü die lokale Spezialität Saté und ein Bier für 16,50 Euro zu kaufen gab.

De Beren

De Beren

Der recht schnelle Service brachte das schaschlikartige Gericht mit Erdnusssoße.

Hit The Road zum Flughafen Amsterdam

Schweren Herzens verließen wir gegen 19 Uhr Rotterdam, denn die vielseitige Stadt hatte es uns beiden angetan.

Flughafen Schiphol

Flughafen Schiphol

Der Rückflug war pünktlich und eigentlich lief alles nach Plan, der vorsah, dass ich die Nacht bei Varya in München verbringe und am Folgetag mit dem ICE zurück nach Ulm fahre. Das Ticket für  Euro hatte ich mit meiner Bahncard 25 bereits erworben. Die sowieso schon kurze Nacht wurde allerdings durch die S-Bahn in München nochmals verkürzt. Das Ticket für 11,60 Euro war also nicht sonderlich gut angelegt. Die Rückfahrt nach Ulm mit dem ICE war dank Bahncard 25 für 22,40 Euro einerseits günstig, andererseits zum Glück auch pünktlich.

Fazit

Bei meinem Trip vor zwei Jahren wussten wir am Ende der Reise schon nicht mehr genau, was wir denn anstellen sollen. Zugegeben: Nasskaltes Wetter zehrte etwas an den Nerven. Dieses Jahr wäre ich über eine nasskalte Phase zwischendurch mal ziemlich glücklich gewesen. Langweilig war uns aber definitiv nicht: Nicht nur hatte ich einige sehenswerte Orte erneut besucht, sondern auch neue ausgekundschaftet. Und die Trips nach Eindhoven, Den Haag und Rotterdam haben selbstverständlich auch für Abwechslung gesorgt, wobei vor allem Rotterdam nachdrückliche Impressionen hinterlassen hat. Wenn sie es dort noch schaffen, wie in Amsterdam durchgängig Kreditkarten zu akzeptieren, könnte das noch eine zweite Teilzeitheimat für mich werden.

Abrechnung

Ins Gewicht schlug neben der Tatsache, dass Amsterdam eine teure Stadt ist natürlich auch die zahlreichen Tagesausflüge in andere Städte. Im Gegenzug mussten wir jedoch nichts für unsere Unterkunft zahlen, was einen vergleichbaren Trip natürlich nochmal entsprechend teurer werden ließe. Wie immer fehlen Trinkgelder und kleinere Snacks zwischendurch in der Abrechnung. Pro Person haben wir für den Trip 486,38 Euro gezahlt, was bei einem sechstägigen Trip Ausgaben von etwa 80 Euro am Tag macht.

486,38 €
Bahnfahrt von Ulm nach München14,90 €
Flug von und nach Amsterdam79,98 €
Bahnfahrt vom Flughafen Amsterdam nach Amsterdam5,30 €
Bahnfahrt von Amsterdam nach Eindhoven und zurück40,00 €
Frühstück bei Jumbo City2,50 €
Eintritt ins Van Abbe-Museum9,00 €
Snacks bei Jumbo City4,35 €
Metroticket3,00 €
Cider bei De Ijkantine4,50 €
Frühstück bei Stach7,25 €
Eintritt zur Schuttersgalerij0,00 €
Mittagessen bei Vandam16,00 €
Pofertje und Eistee bei Groot Melkhuis7,25 €
Eintritt fürs van Gogh-Museum18,00 €
Abendessen bei Shiva18,00 €
Frühstück bei Rigoletto6,50 €
Free Walking Tour0,00 €
Eintritt für Nemo16,00 €
Eintritt zur Außenausstellung von Het Scheepvaartmuseum0,00 €
Abendessen bei Wing Kee17,00 €
Bahnfahrt von Amsterdam nach Den Haag und zurück24,40 €
Frühstück bei August6,40 €
Käsekroketten bei Par Hasard3,00 €
Fahrt mit dem Riesenrad9,00 €
Tramticket in Den Haag3,50 €
Eintritt ins Mauritshuis15,50 €
Fährenüberfahrt in Amsterdam0,00 €
Abendessen bei Mr. Butcher19,00 €
Eintritt zu A'dam Look13,50 €
Tickets für Swing auf A'dam5,00 €
Bahnfahrt von Amsterdam nach Rotterdam18,80 €
Bahnfahrt von Rotterdam zum Flughafen Amsterdam15,80 €
Schließfach in Rotterdam6,00 €
Frühstück bei UEB - Urban Esspresso Bar11,30 €
Eintritt zum Fernsehturm Euromast9,75 €
Kaffee im Fernsehturm Euromast2,40 €
Eintritt zur Außenausstellung vom Maritiem Museum0,00 €
Eintritt zum Kijk-Kubus-Haus3,00 €
Abendessen bei De Beren16,50 €
Bahnfahrt vom Flughafen München in die Stadt11,60 €
Bahnfahrt von München nach Ulm22,40 €

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